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Schavan will keine automatischen Bafög-Erhöhungen

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat eine Erhöhung des Bafögs zu seinem 40. Geburtstag abgelehnt. Die Erhöhungen in den Jahren 2008 und 2010 seien „quasi ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk“ gewesen, sagte Schavan der „Saarbrücker Zeitung“ (Donnerstagsausgabe). Sie sei auch dagegen, das Bafög an die Preis- und Einkommensentwicklung zu koppeln. Ein Automatismus helfe nicht weiter, die von Bund und Ländern vorgenommenen Anpassungen hätten den Studierenden mehr gebracht als „eine minimale Erhöhung pro Jahr“, erklärte Schavan im „Deutschlandfunk“. Oppositionspolitiker reagierten empört. Mit ihrer Weigerung, das Bafög regelmäßig anzupassen, vermiese Schavan den Studierenden das Geburtstagsfest, erklärte Swen Schulz (SPD). Nicole Gohlke (Linke) kritisierte, Schavan gebe das Bafög „dem Verfall preis“. -ry

Freie Studienplätze im Internet

Ab sofort ist die bundesweite Restplatzbörse der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) für Studienplätze wieder eröffnet. Dort können Bewerber sehen, welche freien Plätze es für das Wintersemester noch gibt. Zur Zeit gibt es Angebote in 1160 Studiengängen – Restplätze aus zulassungsfreien Studiengängen, aus Studiengängen mit einem lokalen NC sowie aus Studiengängen mit einem bundesweiten NC wie Medizin und Pharmazie. dpa

Die Börse im Internet:

www.freie-studienplaetze.de

Stillende Mütter sind aggressiver

Weibliche Säugetiere mit Jungen sind deutlich aggressionsbereiter als Artgenossinnen ohne Nachwuchs. Das gilt auch für den Menschen, berichten amerikanische Forscher in „Psychological Science“. Wenn man sie reizt, lassen sich stillende Mütter demnach zu härteren Strafaktionen hinreißen als solche, die ihren Babys die Flasche geben. Gemessen an ihrem weniger stark ansteigenden Blutdruck, gehen stillende Mütter zudem kaltblütiger vor. An der Untersuchung nahmen 55 Frauen teil. 20 waren kinderlos, die übrigen hatten ein Kind im Säuglingsalter, dem sie die Brust oder Säuglingsnahrung gaben. Alle traten in einem Wettkampf, bei dem es um Reaktionsschnelligkeit ging, gegen eine vermeintliche Studienteilnehmerin an. Tatsächlich handelte es sich um eine wissenschaftliche Mitarbeiterin, die versuchte, die Teilnehmerinnen durch rüdes Verhalten zu reizen. Nach jeder gewonnenen Runde durften die Frauen ihre Gegenspielerin einem unangenehmen Ton aussetzen, dessen Lautstärke und Dauer sie selbst bestimmten. Bei stillenden Müttern fiel diese Bestrafung beinahe doppelt so laut und doppelt so lange aus wie bei nicht stillenden Müttern. Gegenüber den Frauen ohne Kind war der Unterschied sogar noch ausgeprägter. JKM

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