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Zeige- und Ringfingerlänge von

Hormonen im Mutterleib geprägt



Seit Jahren erforschen Wissenschaftler die Ursachen eines besonderen „kleinen Unterschieds“: Es geht um das Verhältnis der Längen von Zeige- und Ringfinger. Männer haben meist längere Ring- als Zeigefinger – bei Frauen ist das meist umgekehrt. Grund dafür ist wahrscheinlich das Gemisch männlicher oder weiblicher Hormone in einer kurzen Phase der Entwicklung des Embryos, berichten die Forscher im Fachblatt „PNAS“. Martin Cohn und Zhengui Zheng von der Universität von Florida in Gainesville hatten Mäuse-Embryonen untersucht, da bei diesen ähnliche Fingerlängenunterschiede auftreten wie beim Menschen. Sie fanden in den knospenden Fingern der Embryonen große Mengen an Rezeptoren für die Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen. Hemmten die Forscher die Testosteronrezeptoren, so erhielten sie Mäuse mit einem weiblichen Fingerlängenverhältnis. Eine Zugabe von Testosteron oder Östrogen führte dagegen zu Mäusen mit ausgeprägten männlichen oder weiblichen Fingerlängenverhältnissen. Experten hatten schon lange vermutet, dass das Verhältnis der Fingerlängen ein Maß dafür ist, welchen Hormonen Menschen im Mutterleib ausgesetzt waren. Nun sei dies erstmals direkt im Experiment nachgewiesen worden. dpa

„Stammzellen-Zoo“ bedrohter Tiere

US-Forschern ist mit der Züchtung von Stammzellen zweier bedrohter Tierarten ein Durchbruch gelungen, der seltene Arten vor dem Aussterben bewahren könnte. Dem Team um die beiden Wissenschaftler Oliver Ryder und Jeanne Loring gelang es, Stammzellen des Weißen Nashorns und des Drills, einer seltenen Affenart, zu züchten, wie sie in „Nature Methods“ schreiben. Vom Weißen Nashorn leben weltweit nur noch sieben Tiere in Zoos, auch der genetisch eng mit dem Menschen verwandte Drill ist vom Aussterben bedroht. Mit einem auch beim Menschen angewandten Verfahren gelang es den Forschern, induzierte pluripotente Stammzellen zu züchten. Diese könnten nicht nur zur Behandlung von Krankheiten verwandt werden, sondern auch zur Zucht von Sperma und Eiern zur Fortpflanzung bedrohter Tiere. AFP

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