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Fall Jan Hendrik Schön: Doktortitel wurde zu Recht aberkannt

Die Universität Konstanz hat dem umstrittenen Physiker Jan Hendrik Schön den Doktorgrad zu Recht aberkannt. Die Richter des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim folgten mit dieser Entscheidung am Mittwoch der Argumentation der Uni, Schön habe sich bei seiner wissenschaftlichen Tätigkeit „unwürdig“ verhalten. Der VGH ließ keine Revision zum Bundesverwaltungsgericht zu. Die Universität hatte dem 1998 promovierten Physiker den Titel 2004 wegen „Unwürdigkeit“ aberkannt, nachdem ihm in 16 von 24 Fällen seiner nach der Promotion in den USA gefertigten Arbeiten eindeutige Verstöße gegen die Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens wie Datenmanipulation nachgewiesen worden waren. Das Verwaltungsgericht Freiburg hatte die Entscheidung wieder aufgehoben, wegen der „grundsätzlichen Bedeutung“ aber Berufung vor dem VGH zugelassen. Der VGH begründete seine Entscheidung mit dem „schwerwiegenden wissenschaftlichen Fehlverhalten“. Der Begriff der Unwürdigkeit im Sinne des Landeshochschulgesetzes könne auch wissenschaftsbezogen ausgelegt werden – und müsse nicht unbedingt noch einen Straftatbestand umfassen. dpa

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