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Ein Gentest zeigt: Aborigines

sind älteste Auswanderer Afrikas



Ein internationales Forscherteam hat anhand einer hundert Jahre alten Haarlocke das Erbgut eines australischen Aborigine-Mannes entziffert. Aus den Ergebnissen folgern die Forscher um Eske Willerslev und Morten Rasmussen, dass die Aborigines von einer ersten Auswanderungswelle aus Afrika vor etwa 70 000 Jahren abstammen. Die heutigen Europäer und Asiaten dagegen ließen sich auf eine zweite Welle zurückführen – etwa 24 000 Jahre später. Damit verändere sich unser Wissen von der Besiedlung der Welt vor mehr als 50 000 Jahren, schreiben die Forscher in „Science“. „Australische Ureinwohner stammen von den ersten geografischen ,Erkundungsreisenden’ der Menschheit ab“, sagte Willerslev von der Uni Kopenhagen. „Während die Urahnen der Europäer und Asiaten noch irgendwo in Afrika saßen, erkundeten die Vorfahren der Aborigines unbekanntes Terrain in Asien und überquerten schließlich das Meer nach Australien.“ dpa

Archäologen wollen Qualität

ihrer Arbeit besser sichern

Am Deutschen Archäologischen Institut (DAI) wird ein „Kompetenzzentrum für digitale Daten“ aufgebaut. Es soll Altertumsforschern bundesweit als Anlaufstelle für den Datenaustausch dienen und die Qualitätssicherung voranbringen. Das Zentrum wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Auf Grundsätze der Qualitätssicherung geeinigt haben sich bereits Eurasien-Forscher aus elf Ländern, darunter Deutschland, Russland, die Mongolei, China und Kasachstan. Sie verpflichten sich, jede Grabungsstätte nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden zu erforschen. Das bloße Freilegen von Funden solle damit verhindert werden, erklärte das DAI. -ry

Aufruf zu neuen Bildungsprotesten

Der studentische Dachverband fzs kündigt Bildungsproteste im Herbst an. Rund um den 17. November sollen Demonstrationen und Besetzungen auf Missstände aufmerksam machen, hieß es am Donnerstag. Die Bologna-Reform sei „zu einer großen Sparmaßnahme geworden anstatt zur benötigten Studienreform“, erklärte der fzs-Vorstand. Anlass für Proteste seien auch die Studienplatzknappheit und Zwangsexmatrikulationen. Tsp

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