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Biologen finden an Methanquellen Kinderstube von Haien



Bisher sind Methanquellen in der Tiefsee als Lebensraum für Röhrenwürmer oder spezialisierte Bakterien bekannt. Jetzt haben Forscher an diesen extremen Orten tausende Eikapseln von Tiefseehaien und -rochen entdeckt. Sie wurden nicht nur an aktiven Methanquellen im Mittelmeer und im Ost-Pazifik fündig, sondern auch in 35 Millionen Jahre alten Gesteinen, die einst zum Meeresboden gehörten. „Offensichtlich sind natürliche Methanquellen eine wichtige Kinderstube für Tiefsee-Raubfische“, sagt Tina Treude vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Marine Ecology Progress Series“ veröffentlicht worden. nes

Ameisensäure könnte als Wasserstoffspeicher dienen

Um Wasserstoff als umweltfreundlichen Brennstoff nutzen zu können, sind günstige und effiziente Speicher nötig. Deutsche und Schweizer Forscher fanden nun in der ungiftigen Ameisensäure einen viel versprechenden Kandidaten. Dank eines neu entwickelten Katalysators auf Eisenbasis ließen sich große Wasserstoffmengen aus Ameisensäure gewinnen. Bisher lief dieser Prozess halbwegs effizient nur mit deutlich teureren Katalysatoren, beispielsweise aus Ruthenium, ab. Ihre Ergebnisse präsentieren die Wissenschaftler in der Zeitschrift „Science“. Dank des neuen Katalysators setzte die Reaktion bereits bei Raumtemperatur ein, berichtet das Team. Die höchste Ausbeute erreichten die Forscher bei 80 Grad Celsius. wsa

Diskussion zum Thema Burn-out

Stress ist normal und gehört zum Leben. Wird er aber zum Dauerzustand, besteht die Gefahr, dass sich chronische Erschöpfung, Burn-out und Depressionen entwickeln. Welche Faktoren spielen beim Entstehen dieser Leiden zusammen? Wo liegen die genauen Ursachen – in unserer modernen Lebensumwelt oder doch in der persönlichen Charakterstruktur? Darüber diskutieren am Mittwochabend Ulrich Hegerl von der der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig, Herbert Heuer, Psychologe am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund und Leo Montada, emeritierter Psychologieprofessor der Universitäten Konstanz und Trier und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Veranstaltungsort ist die „MS Wissenschaft“, Anlegestelle Schiffbauerdamm in Berlin-Mitte. Beginn ist um 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Es moderiert Hartmut Wewetzer, Leiter der Ressorts Wissen & Forschen des Tagesspiegels. Tsp

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