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Weniger Sauerstoff

für tropische Hochseefische



In den tropischen Meeren gibt es immer größere Gebiete mit sauerstoffarmem oder -freiem Wasser. Dadurch schrumpft der Lebensraum für Hochseefische, schreiben Lothar Stramma vom Kieler Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-Geomar) und Kollegen im Fachjournal „Nature Climate Change“. Ihren Analysen zufolge ist beispielsweise im Ostatlantik der Lebensraum des Blauen Marlin zwischen 1960 und 2010 um 15 Prozent kleiner geworden. In allen tropischen Meeren finden sich unter der gut durchlüfteten Schicht an der Oberfläche sogenannte Sauerstoff-Minimum-Zonen. Anhand von Messungen und Modellrechnungen zeigen die Forscher, dass diese lebensfeindlichen Zonen immer näher an die Oberfläche reichen. Das schränkt nicht nur den Lebensraum der Hochseefische ein, sondern erhöht auch die Gefahr, dass durch oberflächennahen Fischfang die Bestände dezimiert werden. Die Veränderungen gehen wahrscheinlich auf die Erderwärmung zurück. Sie führt unter anderem dazu, dass das Wasser wärmer wird und deshalb weniger Sauerstoff aufnimmt. nes

Neue Zweifel an Theorie

zum Aussterben der Dinosaurier

Nicht der Einschlag eines großen Asteroiden bei Mexiko, sondern extreme vulkanische Eruptionen in Indien haben das große Artensterben vor 65 Millionen Jahren ausgelöst. Neue Belege für die bekannte Gegenthese präsentiert ein Team um Gerta Keller von der Princeton Universität im „Journal of the Geological Society of India“. Demnach zeigen detaillierte Untersuchung von Sedimentablagerungen, dass der Extrem-Vulkanismus riesige Mengen Kohlendioxid und Schwefeldioxid in die Atmosphäre gepumpt hatte. Die Folge waren globale Klimaänderungen, saurer Regen und eine Übersäuerung der Ozeane. „Diese extremen vulkanischen Eruptionen waren erheblich zerstörerischer als bislang angenommen“, sagt Keller. „Sie konnten ganz allein zu dem Artensterben führen, auch ohne weitere Asteroideneinschläge.“ wsa/nes

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