NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Brandenburg bereitet Gründung von jüdisch-theologischer Fakultät vor

Die Gründung der ersten jüdisch-theologischen Fakultät an einer staatlichen Universität in Deutschland rückt näher. Brandenburg habe jetzt mit den Vorbereitungen zur Änderung des Landeshochschulgesetzes begonnen, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, sagte Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) der Nachrichtenagentur epd. „Wir wollen startklar werden für die Gründung einer Fakultät.“ Eine endgültige Entscheidung soll in der zweiten Jahreshälfte 2012 getroffen werden, sagte Kunst. Ob die Fakultät tatsächlich gegründet werde, hänge von den Empfehlungen der Hochschulstrukturkommission des Landes ab. Die Kommission will ihren Bericht Ende März vorlegen. Standort der Fakultät soll die Universität Potsdam werden, an die bereits das Abraham-Geiger-Kolleg zur akademischen Ausbildung von Rabbinern angegliedert ist. epd

Europäischer Astronaut auf dem Weg zur Internationalen Raumstation

Drei Astronauten sind seit Mittwoch auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Pünktlich um 14.16 Uhr MEZ habe das „Sojus“-Raumschiff mit Oleg Kononenko (Russland), Donald Pettit (USA) und André Kuipers (Esa/Niederlande) an Bord vom verschneiten Kosmodrom Baikonur in den kasachischen Abendhimmel abgehoben, teilte die Raumfahrtagentur Roskosmos mit. Die Ankopplung ist für Freitagabend am russischen Wissenschaftslabor „Rasswet“ (Morgendämmerung) geplant. Der dann sechsköpfigen ISS-Besatzung steht bis Mitte Mai ein umfangreiches Arbeitsprogramm mit 71 wissenschaftlichen Experimenten bevor. Zudem empfangen sie ein bemanntes Sojus-Raumschiff sowie zwei russische, einen europäischen und mit „Dragon“ (Drache) auch den ersten kommerziellen US-Frachter auf der Umlaufbahn. Bei einem Ausstieg in den freien Raum sollen fünf Meteoritenschutzschilde montiert und der Mini-Satellit „Tschibis“ ausgesetzt werden. dapd

Letztes Großbauteil am Greifswalder Fusionsexperiment montiert

Das Fusionsexperiment „Wendelstein 7-X“ in Greifswald hat am Mittwoch das letzte Großbauteil erhalten. Ein Kran setzte die rund 14 Tonnen schwere wärmeisolierende Außenhülle über das letzte Modul des Fusionsringes. In der Anlage sollen ab 2014 Tests zur Kernfusion erfolgen, bei der Atomkerne analog den Vorgängen im Inneren der Sonne miteinander verschmelzen und Energie freigeben. „Wendelstein 7-X“ wird seit 2005 in Greifswald montiert und soll Erkenntnisse für den Bau von Fusionsreaktoren und den Betrieb des Demonstrationsreaktors ITER liefern, der im französischen Cadarache entsteht. Der Aufbau des 380 Millionen Euro teuren Experiments hatte sich anfangs wegen technischer Probleme um Jahre verzögert. Zunächst sollte die Anlage bis Ende 2007 aufgebaut sein. Vor allem der Bau der kompliziert gebogenen, supraleitenden Magnetspulen, die das Plasmagas nahezu berührungsfrei in der Schwebe halten sollen, hatte zu Verzögerungen geführt.dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben