NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Künftiger KMK-Chef Ties Rabe lehnt das Zentralabitur ab

Der künftige Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Ties Rabe (SPD), hat sich gegen ein bundesweites Zentralabitur ausgesprochen. „Dann müssten wir alle Abiturprüfungen Deutschlands an einem einzigen Tag durchführen“, sagte Rabe, der in Hamburg Senator für Schule und Berufsbildung ist, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Das hieße beispielsweise auch, dass die Ferien in den Bundesländern angeglichen werden müssten. Rabe, der den KMK-Vorsitz turnusgemäß im Januar übernimmt, sagte aber weiter, er wünsche sich, „dass wir Kultusminister uns dahingehend verabreden, dass das Abitur überall gleich anspruchsvoll sein soll“. Das solle auch für die Real- und die Hauptschulprüfungen gelten. Rabe übernimmt den KMK-Vorsitz 2012 von Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU). AFP

Tauben haben Zahlengespür

Wenn es um das Gespür für Zahlen geht, können Vögel durchaus mit Primaten mithalten. Dieses Fazit ziehen neuseeländische Psychologen nach Experimenten mit Tauben. Die Tiere konnten Mengen mit unterschiedlich vielen Objekten nicht nur unterscheiden, sondern auch in die richtige Reihenfolge bringen. Damit nicht genug, konnten die Vögel die Ordnungsregel auch auf Mengen neuer Objekte übertragen, berichten die Forscher um Damian Scarf von der Universität von Otago im Magazin „Science“.

Nach dem episodischen Gedächtnis und dem Gebrauch von Werkzeugen müsse nun also auch der Sinn für Zahlen von der Liste der exklusiven Primaten-Fähigkeiten gestrichen werden, folgern die Wissenschaftler. Scarf und Kollegen rekapitulierten ein Experiment, das amerikanische Forscher Ende der 90er Jahre mit Rhesusaffen angestellt hatten. Zunächst trainierten sie Tauben darauf, Bilder mit ein bis drei geometrischen Figuren in aufsteigender Folge zu sortieren. Schließlich zeigten sie ihnen je zwei Bilder mit ein bis neun Objekten. Selbst dann, wenn die Vögel die jeweiligen Objekte nie zuvor gesehen hatten, brachten sie die Bilder in mehr als 75 Prozent der Fälle in die richtige Reihenfolge. Das gelang ihnen umso schneller und umso zuverlässiger, je stärker sich die dargestellten Mengen in ihrer Mächtigkeit unterschieden. Praktisch identische Resultate hatte vor 14 Jahren das Experiment mit den Affen erbracht. Offenbar beständen Gemeinsamkeiten in der Art und Weise, wie die Gehirne von Vögeln und Primaten mit Zahlen umgingen, schreiben Scarf und Kollegen. JKM

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben