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SPD-Abgeordneter: „Unizulassung vereinheitlichen“



Der Bund muss endlich einheitliche Regeln bei der Unizulassung schaffen. Das fordert der Berliner Bundestagsabgeordnete Swen Schulz (SPD) von Bildungsministerin Annette Schavan (CDU). Die Rahmenbedingungen zu ändern sei wichtiger als „den Sündenbock HIS Gmbh zur Strecke zu bringen“, heißt es in einer Mitteilung. Schavans Staatssekretärin hatte eine Privatisierung der IT-Abteilung der staatseigenen Hochschul-Informations-System(HIS)-Gmbh als „geeigneten Weg“ bezeichnet, um die Probleme bei der Studienplatzvergabe zu lösen. HIS ist für die Computersysteme der meisten Hochschulen verantwortlich. Der Einrichtung wird vorgeworfen, bei der technischen Anbindung der Unis an das geplante Online-Zulassungssystem versagt zu haben. Es sei „ein offenes Geheimnis, dass andere Unternehmen auf den Markt drängen“ und Schavan diesen „die Türen öffnen“ wolle, sagte Schulz. tiw

Alge im Tank

Treibstoff aus Algen könnte in der Zukunft bei der Lösung der Energieprobleme helfen. Forscher der Technischen Universität München haben eine Methode entwickelt, mit der sich Bio-Öle aus Mikroalgen effektiv in Dieselkraftstoffe umwandeln lassen. Johannes Lercher und sein Team vom Department Chemie in Garching stellten ihr Verfahren in der Zeitschrift „Angewandte Chemie“ vor. Die Wissenschaftler schlagen vor, einen Katalysator aus Nickel auf einem porösen Trägermaterial zu verwenden. „Als Produkt entstehen gesättigte Kohlenwasserstoffe im Dieselbereich, die sich als hochwertige Kraftstoffe für Fahrzeuge eignen“, sagte Lercher. Die Reste der Algen könnten als Dünger für weiteres Algenwachstum verwendet werden. dpa

Kleinster Speicher der Welt

Deutsche und amerikanische Forscher haben den kleinsten magnetischen Datenspeicher der Welt gebaut. Ein Datenbit hat dabei auf gerade einmal zwölf Eisenatomen Platz. Die Speicherdichte sei damit rund 100 Mal höher als auf bislang üblichen Festplatten, teilte die Max-Planck-Gesellschaft am Donnerstag mit. Der neuartige Magnetspeicher erreicht somit die Speicherdichte des menschlichen Erbmaterials DNS. „Angesichts der Miniaturisierung der Elektronik wollten wir wissen, ob man diese Entwicklung bis an die Grenze einzelner Atome weitertreiben kann“, sagte Sebastian Loth, Mitarbeiter der Max-Planck-Gesellschaft beim Hamburger Forschungszentrum CFEL (Center for Free-Electron Laser Science). Für den Superspeicher haben die Forscher erstmals sogenanntes antiferromagnetisches Material verwendet, das bislang als ungeeignet für die Sicherung von Daten galt. Die Forscher präsentieren die zugrunde liegende Technik in „Science“. dpa

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