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Neuer KMK-Präsident: Kooperationsverbot abschaffen

Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD), will sich für die Abschaffung des umstrittenen Kooperationsverbotes von Bund und Ländern in der Bildungspolitik einsetzen. „Das Kooperationsverbot hat keinen Sinn. Bildung ist so wichtig, dass sich Länder und Bund hier gemeinsam engagieren müssen“, sagte Rabe der Nachrichtenagentur dpa. Er übernimmt an diesem Montag in Berlin turnusgemäß die Präsidentschaft der KMK. Deutschland brauche in der Bildungspolitik einen vernünftigen Weg zur engeren Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, sagte Rabe. „Der Wille ist da. Jetzt müssen wir entsprechende Schritte einleiten und das Kooperationsverbot aufheben.“ Rabe bekannte sich klar zur Zuständigkeit der Länder für die Schulpolitik. Der Föderalismus werde heute in der Öffentlichkeit zu Unrecht kritisch gesehen. Ein einheitliches Schulsystem hält Rabe für nicht realisierbar. Bundesweit das Schulsystem umzukrempeln hätte „problematische Auswirkungen für die zurzeit lernenden Schülerinnen und Schüler“ und würde zu scharfen öffentlichen Auseinandersetzungen führen. Besser wäre ein vernünftiger Weg zur engeren Zusammenarbeit der Länder – auch mit dem Bund. dpa

„Nacktscanner“ sind nicht gesundheitsschädlich

Körperscanner, die mithilfe von Terahertzstrahlung Fluggäste nach Sprengstoff durchsuchen sollen, haben keine schädliche Wirkung auf das Wachstum von Hautzellen. Das berichten Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Da die Strahlung weniger als einen Millimeter in den Körper eindringt, wählten sie für ihre Experimente zwei verschiedene Arten von Hautzellen. In drei unabhängigen Versuchsreihen konnten keine gentoxischen Effekte festgestellt werden, heißt es. Trotz des unbedenklichen Befunds kommen die Körperscanner hierzulande nicht zur flächendeckenden Anwendung. Bei Testläufen am Hamburger Flughafen produzierten sie so oft Fehlalarm, dass der Einsatz als uneffektiv gilt. nes



Amerikanischer Rotweinforscher

der Fälschung überführt

Dr. Dipak Das von der Universität von Connecticut pries Resveratrol stets in höchsten Tönen. Der Stoff, vor allem in roten Trauben und Rotwein enthalten, soll das Altern verlangsamen. Aber der Chef des Herz- und Gefäßforschungszentrums der Universität machte zudem nicht nur Reklame für kommerzielle Resveratrol-Pillen, sondern manipulierte auch seine Forschungsergebnisse in großem Stil. Nach Erkenntnissen der Universität hat Das bei 26 Veröffentlichungen in elf verschiedenen Fachzeitschriften geschummelt und dabei 145Mal Forschungsergebnisse erfunden oder gefälscht. Häufig waren Abbildungen des Western- Blot-Verfahrens manipuliert, mit dem verschiedene Eiweiße (Proteine) nachgewiesen werden. Allerdings gilt es als unwahrscheinlich, dass Kernaussagen der Resveratrol-Forschung von Das’ Betrügereien betroffen sind. Der Wissenschaftler war ein eher unbedeutender Zuträger. wez

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