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Forscher spekulieren über zahlreiche „Nomadenplaneten“

Auf jeden sterngebundenen Planeten in der Galaxis kommen möglicherweise 100 000 frei umherwandernde Planeten. Das schätzen Astronomen um Louis Strigari von der Universität Stanford. Trotz der Abwesenheit eines wärmenden Zentralsterns könnte auf solchen Planeten mikrobielles Leben möglich sein, schreiben die Forscher in einem Bericht, der in der Datenbank „arXiv“ veröffentlicht wurde. „Wenn ein solcher Planet groß genug ist, um eine dichte Atmosphäre zu halten, dann könnte er damit genug Wärme einschließen, um bakterielles Leben zu ermöglichen“, sagt Strigari. Als innere Energiequelle einer solchen einsamen Welt könnten der Zerfall radioaktiver Elemente und tektonische Aktivität dienen. Die vagabundierenden Planeten könnten deshalb nach Ansicht der Forscher eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung des Lebens im Kosmos spielen. wsa

Nervengift Botox kann

vielleicht Depressionen lindern

Botox-Spritzen glätten nicht nur Stirnfalten, sondern können vielleicht sogar auch Depressionen lindern. Erste Hinweise darauf haben Forscher aus Hannover und Basel gefunden. An der Untersuchung nahmen 30 Menschen teil, die teils schon lange unter Depressionen litten und bei denen Antidepressiva nicht die gewünschte Wirkung erzielten. Die eine Hälfte von ihnen erhielt Botox (Botulinumtoxin) in die Stirn injiziert, die andere Hälfte eine Scheininjektion. Wie die Medizinische Hochschule Hannover am Montag mitteilte, waren die Patienten der Botox-Gruppe bereits nach zwei Wochen weniger depressiv. Die Schwere der Symptome hatte sich bei 60 Prozent nach sechs Wochen mindestens halbiert. Bis zum Ende der Studie nach 16 Wochen traten weitere Verbesserungen ein. In der Placebo-Gruppe besserten sich die Symptome dagegen nur geringfügig. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin „Journal of Psychiatric Research“. dpa

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