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„Nur W3-Besoldung für Professoren“

Nach dem Karlsruher Besoldungsurteil fordert der Hochschulverband, für Universitätsprofessuren künftig nur noch die besser bezahlten W3-Stellen vorzusehen. Alle Bundesländer sollten dem Beispiel Baden-Württembergs folgen, das als einziges Land bisher nur W3-Stellen für Universitätsprofessuren vorsieht, erklärte am Mittwoch Bernhard Kempen, der Präsident der Hochschulverbandes, der die Interessen von Professoren vertritt. Das Bundesverfassungsgericht hatte vor kurzem das Grundgehalt eines hessischen Professors in der niedrigeren W2-Stufe für amtsunangemessen und verfassungswidrig erklärt. Der Verband empfehle allen W2-Professoren, sofort Widerspruch gegen ihre Besoldung einzulegen, „um den politischen Handlungsdruck auf die Länder hoch zu halten“, wie es heißt. Als Alternative schlägt der Verband vor, W2-Professoren künftig „amtsangemessen“ ähnlich einer hohen Erfahrungsstufe der Besoldungsgruppe A15 anzusiedeln. An zusätzlich zum Grundgehalt gezahlten Leistungsbezügen – wie in der W-Besoldung üblich – will der Hochschulverband festhalten. Dafür sollten künftig auch Dritt- und Stiftungsmittel verwendet werden. Andernfalls würde für Leistungszulagen nicht genug Geld bleiben, wenn die Grundgehälter aufgestockt werden. Am Donnerstag und Freitag beraten die Kultusminister über die Ausgestaltung der W-Besoldung. tiw

Studie: Studierendenhoch in Deutschland bis zum Jahr 2045

Die hohe Zahl von Studienanfängern in Deutschland wird über Jahrzehnte anhalten. Das zeigt eine neue Berechnung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Demnach werden erst im Jahr 2045 wieder die vergleichsweise niedrigen Studierendenzahlen aus dem Jahr 2005 erreicht. Zwar werde es bis zum Jahr 2045 weniger junge Menschen geben, heißt es in einer Mitteilung. Dank einer höheren Bildungsbeteiligung werde es aber deutlich mehr Studierwillige geben, die Bildungsbeteiligung wirke sich auf die Studierendenzahlen also stärker aus als der demographische Wandel. Von 2011 bis 2025 erwartet das CHE insgesamt 1,1 Millionen zusätzliche Studienanfänger im Vergleich zum Niveau des Jahres 2005. Die bisherigen Hochschulpakte würden für die Zukunft zu kurz greifen, auch wenn sie bisher erfolgreich waren. tiw

Mehr Protest gegen Unifusion in der Lausitz

Gegen die geplante Fusion der BTU Cottbus mit der FH Lausitz zu einer „Energie-Universität“ protestiert jetzt auch der Förderverein der BTU. Wissenschaftsministerin Sabine Kunst dürfe eine Fusion nicht mit hohem Zeitdruck umsetzen, ohne die Beteiligten zu hören, heißt es in einer Mitteilung. Die Konzentration auf eine „Energie-Universität“ greife deutlich zu kurz und gehe zulasten der bestehenden Qualität der BTU. tiw

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