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Schwerelosigkeit verursacht

bei Raumfahrern Hirnveränderungen



Längere Aufenthalte in der Schwerelosigkeit können bei Raumfahrern Veränderungen an Augen und Gehirn verursachen. Das zeigt eine Untersuchung von 27 Astronauten, die durchschnittlich 108 Tage im All verbracht hatten. Wie die Wissenschaftler der Universität von Texas in Houston im Fachblatt „Radiology“ schreiben, ähneln die Veränderungen der „intrakraniellen Hypertension“. Bei diesem Problem, das vor allem übergewichtige Frauen betrifft, steigt im Schädel aus bisher ungeklärten Gründen der Hirnwasserdruck. Das kann Kopfschmerzen auslösen oder die Sehnerven schädigen. Bei jedem Dritten der untersuchten Astronauten hatte sich die Hirnflüssigkeit im Bereich der Sehnerven ausgedehnt. Außerdem fanden die Forscher bei elf Prozent der untersuchten Raumfahrer Veränderungen der Hirnanhangdrüse, in der verschiedene Hormone gebildet und gespeichert werden. Die Auffälligkeiten könnten die Dauer von Reisen im Weltraum begrenzen, erläuterte Larry Kramer, einer der Autoren der Studie. Schon seit längerem ist bekannt, dass Aufenthalte in der Schwerelosigkeit die Knochendichte und die Muskelmasse schwinden lassen. dpa

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