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Studie: Spät eingeschulte Kinder haben Vorteile – aber nicht für immer

Spät eingeschulte Kinder kommen eher aufs Gymnasium als früh eingeschulte. Dieser Vorteil nivelliert sich aber im Verlauf der Bildungskarrieren. Das ergibt eine Studie des VWLers Christian Dustmann (University College London). Ausgewertet wurden Bildungsverläufe von Deutschen der Jahrgänge 1963 bis 1976. Wer damals im Juli geboren wurde, kam mit sieben Jahren in die Schule, die Junikinder schon mit sechs. Die Studie ergibt, dass von den Julikindern fünf Prozent mehr aufs Gymnasium kamen. Wahrscheinlich waren die Älteren kognitiv weiter, heißt es. Betrachtet man die Kohorten im Alter von 22 Jahren wieder, gab es keine Unterschiede mehr. Genauso viele Juli- wie Junikinder hatten eine Hochschulreife erlangt, vor allem, weil Junikinder das fehlende Gymnasium durch ein Fachabitur ausgeglichen hatten. Dustmann sieht in dem Befund einen Beweis dafür, dass die Wahl der Schulform auf Bildungsabschlüsse von ähnlich begabten Kindern keinen Einfluss hat. tiw

Berichtigung: Inklusion kostet

660 Millionen Euro im Jahr

Die Inklusion von Kindern mit Behinderungen soll die Bundesländer künftig 660 Millionen Euro im Jahr kosten. In der Unterzeile der Überschrift des Artikels „Der Preis des gemeinsamen Lernens“ (Montagsausgabe) hatten wir versehentlich geschrieben, es seien 600 000 Euro. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen. Tsp

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