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HIV-Impfung wirkt nicht

bei allen Menschen gleich

Wissenschaftler um Barton Baynes von der amerikanischen Duke-Universität haben herausgefunden, warum beim Test eines HIV-Impfstoffes (RV144-Studie) einige Probanden besser auf das Mittel reagierten als andere. Wie sie im Fachblatt „New England Journal of Medicine“ berichten, lag das an der Art der Antikörper, die die Versuchsteilnehmer nach der Impfung entwickelten. Die Immunantwort unterscheidet sich also von Mensch zu Mensch. Eventuell müssten verschiedene Präparate entwickelt werden, meinen die Forscher. An der RV144-Studie hatten 2009 in Thailand rund 16 000 Menschen teilgenommen. Der Impfstoff senkte das Ansteckungsrisiko um 31 Prozent. Das Ergebnis der Arbeit wurde damals mit Skepsis aufgenommen. dapd

Genetische Ursachen des Autismus sind komplexer als gedacht

Die genetischen Ursachen des Autismus sind komplexer als bisher angenommen. Es gibt nicht nur einige wenige auslösende Gene. Stattdessen wirken viele kleine Veränderungen im Erbgut eines Kindes zusammen und verursachen so die Entwicklungsstörung. Die meisten dieser Mutationen sind dabei nicht über Generationen vererbt, sondern entstehen erst in den Spermien und Eizellen der Eltern oder im Genom des Kindes. Zu diesem Ergebnis kommen gleich drei im Fachblatt „Nature“ veröffentlichte Studien. Autismus sei daher wohl am ehesten als „Regenschirm-Störung“ zu beschreiben, sagen die Forscher. Auf molekularer Ebene gebe es nicht den einen Autismus, sondern zahlreiche unterschiedliche Autismusformen und -ursachen. dapd

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