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Ältester Reptilien-Embryo entdeckt



Mit Ausnahme der Amphibien lassen alle Landwirbeltiere ihren Nachwuchs im eigenen Fruchtwasser heranreifen. Das älteste Zeugnis dieser besonderen Fähigkeit glauben Forscher entdeckt zu haben. In fast 280 Millionen Jahre altem Gestein im Süden Brasiliens fanden sie das Fossil eines Reptils, das offenbar einen weit entwickelten Embryo im Leib trug. Spuren einer Eischale sind nicht zu finden, berichtet die Gruppe um Graciela Piñeiro von der Universidad de la República in Montevideo im Fachblatt „Historical Biology“. Daher liefere das Fossil vielleicht den ältesten Beleg für eine Embryonalentwicklung, die vollständig im Mutterleib abläuft. Es stammt von einem Mesosaurus, von dem ein 15 Zentimeter langes Stück vom Rumpf erhalten blieb. Darin findet sich das Skelett eines zehn Zentimeter langen Reptils. JKM

Älteste germanische Schrift Mitteldeutschlands entdeckt

Archäologen haben bei Ausgrabungen in Erfurt die älteste bekannte germanische Schrift in Mitteldeutschland entdeckt. Die Runen wurden auf einem Kamm aus der Zeit um 300 nach Christus entdeckt, wie das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Weimar mitteilte. Zuvor waren nur Objekte mit Runen aus dem sechsten Jahrhundert bekannt. Die Inschrift „Kaba“ (Kamm) bilde mit der maskulinen Endung -a ein bisher fehlendes Bindeglied in der Entwicklung vom Urgermanischen zur westgermanischen Sprachfamilie, aus der sich später das Deutsche entwickelte. dapd

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