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In den Milleniumsdörfern

sinkt die Kindersterblichkeit

120 Dollar pro Kopf und Jahr reichen, um die Kindersterblichkeit in den ärmsten Ländern Afrikas um ein Drittel zu reduzieren, berichten Forscher um Jeffrey Sachs von der Columbia Universität New York im Fachjournal „Lancet“. Sie beobachten die Fortschritte in den Milleniumsdörfern. Die Dörfer in neun verschiedenen Ländern südlich der Sahara wurden 2006 ausgesucht, weil ein Fünftel der Kinder unter fünf Jahren unterernährt war. Für etwa eine halbe Million Menschen wird seitdem ein umfassendes Entwicklungshilfepaket geschnürt: für freien Zugang zur Krankenversorgung, Schulbildung, sauberes Wasser und Hilfe zur Selbsthilfe. Bereits nach drei von zehn Jahren starben ein Drittel weniger Kinder als in vergleichbaren Dörfern, schreiben die Forscher. Kritiker werfen ihnen vor, die Zahlen zu positiv darzustellen. jas

Kettenreaktion in der Antarktis

bringt Eis ins Rutschen

In der Antarktis könnte es in den nächsten Jahrzehnten eine Kettenreaktion geben. Der Klimawandel wirke sich auch auf das Weddellmeer aus, das größte Randmeer des Südlichen Ozeans am antarktischen Kontinent, berichten Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung im Fachmagazin „Nature“. Ihre Analyse zeige, dass die warmen Wassermassen dort dem Filchner-Ronne-Schelfeis heftig zusetzen werden. Dieses wiederum falle dann als Barriere für große Mengen nachrutschenden Inlandeises weg.dpa

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