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Studie in den Alpen: Keine Zunahme bei Temperaturschwankungen

Die Alpen erwärmen sich durch den Klimawandel zwar stärker als andere Regionen, die Temperaturschwankungen seien dort jedoch geringer geworden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie, die sich auf einen jahrhundertelangen und umfangreichen Datensatz stützt. „Die Ergebnisse sind sicher für viele überraschend“, sagt der Klimatologe Reinhard Böhm. Man höre oft, dass es keine Übergangsjahreszeiten mehr gäbe, und Frühling und Herbst aber auch Sommer und Winter immer mehr durch extreme Kalt-Warm-Schwankungen gezeichnet seien. „Unsere Studie zeigt eindeutig, dass das nicht so ist.“ Sie erschien im „European Physical Journal“. dpa

Impfung gegen Katzenseuche

wirkt nur bei einem Drittel der Tiere

Augen und Nase sind verklebt, sie haben blutigen Durchfall, erbrechen und sind völlig matt – ein Kätzchen mit Katzenseuche (Feline Panleukopie) zu pflegen, ist keine Freude. Ein Viertel der infizierten Jungtiere stirbt an dem Virus. Eine Impfung gegen Katzenseuche ist daher nicht nur für Züchter selbstverständlich. Doch wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mitteilt, ist der Impfschutz weniger gut als gedacht. In einer Studie impften PEI-Forscher 64 Katzen aus 16 Würfen im Alter von acht, zwölf und 16 Wochen mit den handelsüblichen Vakzinen. Trotz der dreifachen Impfung entwickelte nur ein Drittel der Tiere nach 20 Wochen einen ausreichenden Schutz. Wie die Forscher im Fachjournal „BMC Vetenary Research“ schreiben, sind daran mütterliche Antikörper schuld, die die Kätzchen über die Muttermilch bekommen. Sie neutralisieren die Antigene aus dem Impfstoff, bevor das Immunsystem des Kätzchens sich mit dem Eindringling auseinandersetzen und eigene Antikörper bilden muss – die Impfung ist dann unwirksam. Katzenbesitzer sollten mit dem Tierarzt eine Impfstrategie für ihre Tiere besprechen, rät das PEI. Entscheidend seien die Lebensumstände der Katzen sowie die Impfhistorie des Muttertiers. Idealerweise sollten die Kätzchen erst geimpft werden, wenn in ihrem Blut keine mütterlichen Antikörper mehr nachweisbar sind. Ausnahmen sind Mehrkatzenhaushalte, Tierheimkatzen und Freigänger. Der Impferfolg kann über eine Blutprobe überprüft werden. jas

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