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Protest gegen Luc Montagnier



Für die Entdeckung des Aidsvirus HIV bekam der Franzose Luc Montagnier 2008 den Nobelpreis für Medizin zugesprochen. In der Folge machte er mit spekulativen Behauptungen von sich reden – etwa der, dass Wasser ein „Gedächtnis“ für nicht mehr vorhandene Krankheitserreger besitze oder dass Vitamine bei der Bekämpfung von Aids hilfreich seien. Jetzt haben 35 Nobelpreisträger bei Paul Biya, dem Präsidenten Kameruns, gegen Montagnier protestiert. Sie fordern Biya dazu auf, Montagnier von seinem Posten als Interimsdirektor des Aids-Forschungszentrums CIRCB in Yaoundé zu entheben. Es bestehe die Gefahr, dass Montagnier die Forschung und den Ruf des noch jungen Zentrums schädige, berichtet das Fachblatt „Nature“. Montagnier konterte, es handle sich um „dreiste Lügen“ und sprach von einer „schändlichen Kampagne“ gegen ihn und seine Gruppe. Wie „Nature“ schreibt, brachte möglicherweise Montagniers Auftritt zusammen mit Impfgegnern bei einer Autismus-Konferenz in den USA das Fass der Kritiker zum Überlaufen. Hier hatte er behauptet, im Blut autistischer Kinder auf Erbgut von Bakterien gestoßen zu sein, das elektromagnetische Wellen aussende. wez

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