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Kritik an „blutiger Entlassung

Die Versorgung von Brustkrebspatientinnen gerät nach Ansicht von Ärzten durch die strenge Budgetierung in Gefahr, kritisierten die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und andere Fachgesellschaften in Berlin. Immer häufiger werde bei brusterhaltenden Therapien die festgelegte Pauschale nicht mehr gezahlt. Die Folgen seien „blutige Entlassungen“, bei denen Patientinnen zu früh nach Hause gingen. In Deutschland gibt es über 200 zertifizierte Brustzentren. Die Kliniken erhalten eine Pauschale für die Behandlung der Patientinnen, die im Durchschnitt vier bis fünf Tage stationär bleiben. Nach nur einer Übernachtung darf die Pauschale laut Gesetz gekürzt werden.dpa

TU will Grundordnung überarbeiten

Die Technische Universität Berlin will in einigen Punkten ihre Grundordnung überarbeiten. In den kommenden Wochen sollen die Fraktionen des Akademischen Senats (AS) und die Dekane der Fakultäten gemeinsam mit dem Präsidium diskutieren, welche Änderungen wünschenswert seien. Das kündigte TU-Präsident Jörg Steinbach im AS an. Es habe bereits viele Anregungen von Unimitgliedern gegeben. Als wichtigste Themen hätten sich die Länge der Amtszeit des Präsidiums und die Bestellung des Kanzler herausgestellt sowie die Frage, ob es künftig hauptamtliche Dekane geben solle. Vorschläge zu Änderungen sollten „konsensual“ erarbeitet werden. tiw

Späte Geburt schadet Kindern langfristig nicht

Eine gut gebildete Mutter und viele gemeinsame Jahre mit ihr sind die besten Voraussetzungen für Kinder, lange und in Gesundheit zu leben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Max-Planck-Instituts für Demografische Forschung in Rostock. Bisher habe man angenommen, dass erwachsene Kinder spät gebärender Mütter häufiger krank seien und eine geringere Lebenserwartung haben als Kinder jüngerer Mütter, teilte das Institut mit. Begründet wurde das damit, dass der Körper der Frau zum Zeitpunkt der Geburt schon abgebaut hatte, etwa weil aus Altersgründen die Eizellen schlechter oder die Plazenta schwächer geworden sind. Diese Studien basierten jedoch auf Untersuchungen der Mütterjahrgänge aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts und deren erwachsenen Kindern bei einer generell geringeren Lebenserwartung als in der Gegenwart. Mikko Myrskylä werte aktuelle Daten von mehr als 18 000 Amerikanern aus. Sein Ergebnis: Kinder von Müttern, die bei der Geburt 35 bis 44 Jahre alt waren, wurden als Erwachsene nicht häufiger krank als die von Müttern im Alter zwischen 25 und 34 Jahren.dapd

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