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Heubisch: Bund-Länder-Programm

für Uni-Grundfinanzierung

Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) schlägt ein neues Bund-Länder-Programm vor, um die Grundfinanzierung der deutschen Hochschulen zu verbessern. Künftig sollten alle Hochschulen jährlich fünf Prozent mehr Geld bekommen. Bund und Länder sollten sich die zusätzlichen Mittel teilen, bestätigte ein Sprecher den Vorstoß. Heubisch wolle mit dem Vorschlag SPD und Grüne doch noch zu einer Grundgesetzänderung im Wissenschaftsbereich bewegen. SPD und Grüne lehnen die von Bundeswissenschaftsministerin Annette Schavan angestrebte Grundgesetzreform ab, weil von ihr nur einzelne Spitzeneinrichtungen profitieren würden. Aus Sicht der Opposition müsste zudem der Schulbereich in eine Reform einbezogen werden. Auch für das von Heubisch vorgeschlagene Programm müsste das Grundgesetz geändert werden, da der Bund dauerhaft Unis als ganze Einrichtungen finanzieren würde, was bisher verboten ist. Es würden aber alle Hochschulen profitieren, argumentiert Heubisch. tiw

Schöpfer des Klonschafs „Dolly“

gestorben

Der Biologe Keith Campbell, Mitschöpfer des Klonschafs „Dolly“, ist tot. Campbell, Professor an der Universität Nottingham, starb im Alter von 58 Jahren am 5. Oktober. Gemeinsam mit dem Embryologen Ian Wilmut erlangte Campbell 1997 weltweite Bekanntheit, als die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature“ über das Klonen von „Dolly“ am schottischen Roslin-Institut berichteten. Es war das erste Mal, dass ein Säugetier aus einer ausgereiften Zelle eines erwachsenen Tieres geklont wurde. Bis dahin waren entsprechende Versuche gescheitert. Das geglückte Experiment löste weltweite Debatten über Sinn und Unsinn des Klonens aus. Campbell stand dabei stets im Schatten von Ian Wilmut. Erst Jahre später sickerte durch, dass Campbell größeren Anteil an dem Durchbruch hatte. 1999 verließ er das Roslin-Institut und wechselte an die Universität Nottingham. wez

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