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Strom leitende Bakterien

im Meeresboden



In Ketten angeordnete Bakterien im Meeresboden können als „lebende Kabel“ elektrischen Strom leiten. Die Kabel reichen von etwas tieferen Sedimentschichten, in denen es keinen Sauerstoff gibt, bis in höhere, sauerstoffhaltige Schichten, berichten Forscher aus Dänemark und den USA in „Nature“. Dank der Verbindungen, die mindestens anderthalb Zentimeter überbrücken, können auch Bakterien in den unteren Schichten Sauerstoff atmen und damit Energie gewinnen. Forschern sei bereits bekannt, dass es im Meeresboden einen Stromfluss gibt, schreibt das Team um Christian Pfeffer von der Universität Aarhus. Bisher war aber unklar, wodurch dieser hervorgerufen wird und wozu er gut ist. dpa

Warmer Golfstrom setzt Methanhydraten zu

Im Meeresboden lagern gewaltige Mengen an Methan, das dort aber nicht als Gas vorliegt, sondern feste Strukturen bildet, das Experten als „Methanhydrat“ bezeichnen. Steigt die Wassertemperatur, kann sich das Hydrat auflösen und das Methan, ein starkes Treibhausgas, entweicht in die Atmosphäre. Diese Gefahr droht vor der Ostküste Nordamerikas. Dort haben sich im Einflussbereich des Golfstroms Methanhydrate auf einer Fläche von 10 000 Quadratkilometern destabilisiert, berichten US-Forscher in „Nature“. Sie stützen sich auf seismische Daten und Modellierungen der Temperaturänderung. Weiterhin schließen sie nicht aus, dass solche Veränderungen auch in anderen Meeresgebieten eintreten. nes

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