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Super-Sternexplosion

in Rekordentfernung



Vor zwölf Milliarden Jahren, 1,7 Milliarden Jahre nach dem Urknall, ist ein Stern mit der 100- bis 250-fachen Masse unserer Sonne mit gewaltiger Wucht explodiert. Die Supernova stellt damit einen neuen Entfernungsrekord auf, der bisherige lag bei 10,8 Milliarden Lichtjahren. Über die Entdeckung dieser und einer weiteren superhellen Supernova berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt „Nature“. Solche extrem leuchtkräftigen Sternexplosionen sind 10- bis 100-mal heller als normale Supernovae und daher auch über größere Entfernungen sichtbar. „Diese Ereignisse sind im heutigen Universum extrem selten“, schreiben Jeff Cooke von der Swinburn University of Technology im australischen Hawthorn und seine Kollegen. „Aber wir erwarten, dass sie im jungen Kosmos erheblich häufiger vorgekommen sind.“ Denn, so die Astronomen weiter, im jungen Kosmos gab es vermutlich mehr Sterne mit extrem großen Massen – und diese Riesensterne sind am Ende ihres Lebens mit entsprechend größerer Wucht detoniert. Cooke schätzt auf Basis der Entdeckungen, dass Super-Supernovae vor zehn bis zwölf Milliarden Jahren zehnmal häufiger waren als heute. kay

Genetisch veränderte Bakterien

hemmen Darmentzündungen

Bei entzündlichen Darmerkrankungen bildet die Darmschleimhaut zu wenig Elafin, ein entzündungshemmendes Protein. Die Einnahme von Elafin-Präparaten zur Behandlung der Krankheit ist aber wegen starker Nebenwirkungen nicht möglich. Jetzt haben französische Forscher stattdessen genetisch veränderte probiotische Milchsäurebakterien eingesetzt, die im Darm menschliches Elafin produzieren. In Experimenten mit Mäusen und Darmzellen von Patienten hemmten die Bakterien die Entzündung und förderten den Heilprozess der geschädigten Schleimhaut, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Science Translational Medicine“. „Die schützenden Eigenschaften von probiotischen Bakterien müssen verbessert werden. Eine Möglichkeit, das zu tun, besteht darin, die Bakterien genetisch zu verändern“, schreiben Nathalie Vergnolle von der Université Paul Sabatier in Toulouse und ihre Kollegen. Das Forscherteam arbeitet an einer neuen Therapie für schwer behandelbare chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Zellen der Darmschleimhaut dieser Patienten bilden geringere Mengen an Elafin. Dieses Protein hemmt eiweißspaltende Enzyme und wirkt dadurch entzündungshemmend. wsa

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