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Krokodile und Alligatoren

haben ausgeprägten Tastsinn



Alligatoren und Krokodile haben eine überaus dicke und robuste Haut. Trotzdem besitzen die Panzerechsen einen sehr empfindlichen Tastsinn, der sogar feinfühliger ist als menschliche Fingerspitzen. Von dieser überraschenden Entdeckung berichten US-Biologen um Duncan Leitch von der Vanderbilt University im Fachblatt „Journal of Experimental Biology“. Besonders sensitiv sind die Reptilien im Gesicht rund um Maul und Kiefer. Dort ist die Dichte der Tastsinnesorgane – erkennbar als kleine, kuppelförmige Punkte – am höchsten. Die Forscher vermuten, dass die Reptilien mit Hilfe dieses ausgeprägten Tastsinns rasch und sicher zwischen lohnender Beute und ungenießbarem Abfall unterscheiden können. Zudem hilft das Feingefühl Krokodilmüttern dabei, ihren Jungen aus dem Ei zu helfen oder vorsichtig im Maul zu transportieren. wsa

Die Erde geriet mehrfach

in eine heftige Schieflage

Nicht nur die magnetischen Pole der Erde wandern, auch die geografischen Pole verändern im Laufe der Erdgeschichte ihre Position. So soll vor 800 Millionen Jahren die Rotationsachse des Globus um mehr als 50 Grad gekippt sein. Modelle zeigen, dass gigantische und ungleichmäßig auftretende Konvektionsströmungen im bis zu 2900 Kilometer tiefen Erdmantel mehrfach zu Polwanderungen und einer zeitweisen Unwucht des Planeten führten. Die Mechanismen, die immer wieder eine relativ schnelle Stabilisierung der gestörten Erddrehung ermöglichten, blieben lange rätselhaft. Unterstützt mit komplexen Computermodellen fanden amerikanische Forscher nun eine Erklärung. Demnach konnten nach einer Polwanderung Materieströme dicht unter der Erdoberfläche die Position der geografischen Pole wieder korrigieren, berichten sie in „Nature“. wsa

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