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Mehr Studiengänge mit internationalem Doppelabschluss

Die Zahl der Studiengänge mit einem internationalen Doppelabschluss ist gestiegen. Das teilt die Hochschulrektorenkonferenz mit. Im Wintersemester 2012/2013 gab es 464 Möglichkeiten, mit einem Studium zeitgleich einen deutschen und einen ausländischen Abschluss zu erwerben. Im Wintersemester 2007/2008 waren es nur 253. Die internationalen Doppelabschlüsse machen jedoch nur einen kleinen Teil im Gesamtangebot der Studiengänge aus: Im Wintersemester 2012/2013 waren es drei Prozent und im Wintersemester 2007/2008 2,2 Prozent. dpa

Loni- und Hans-Faust-Preis für „Hilfen

für Kinder krebskranker Eltern“

Wie sagt man einem Kind, dass die Mutter an Krebs leidet? Viele Menschen scheuen dieses Gespräch, oder sie übersehen die Angst der Kinder, die trotz allem scheinbar gut durch den Alltag kommen. Werden sie jedoch mit ihrer Angst allein gelassen, verselbstständigt sich die kindliche Fantasie. Manche meinen, sie seien schuld, dass es dem Vater oder der Mutter schlecht geht. Andere malen sich katastrophale Krankheitsverläufe aus oder bekommen eine psychische Störung. Seit 2007 gibt es daher an der Charité das Projekt „Hilfen für Kinder krebskranker Eltern“. Bis März 2012 wurden dort bereits 273 Familien mit insgesamt 450 Kindern betreut. Weil es eine echte Lücke in der psychosozialen Versorgung schließt, wurde das einmalige Beratungsangebot nun während des Festaktes zur Gründung der Krebsstiftung Berlin mit dem ersten Loni- und Hans-Faust-Preis ausgezeichnet. Für die Erforschung der widersprüchlichen Funktionen von Genschaltern bei Krebs erhielten außerdem Hua Jing vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch und Julia Kase von der Charité den mit 10 000 Euro dotierten Curt-Meyer-Gedächtnispreis 2012. Die Krebsstiftung Berlin will Hilfen für Betroffene bereitstellen und die Krebsforschung fördern. jas

Jeder dritte Patient hält sich nicht

an den Rat des Arztes

Jeder dritte Deutsche setzt sich oft über die Vorgaben seines Arztes hinweg und nimmt seine Medikamente auf eigene Faust. Das betreffe vor allem jüngere Männer mit überdurchschnittlichem Einkommen und guter Bildung, schreiben Forscher um Elmar Brähler von der Uni Leipzig und Julia Glombiewski von der Uni Marburg im Fachjournal „Plos One“. Die falsche Anwendung von Medikamenten gehöre zu den wesentlichen Ursachen für Krankheit, Tod und hohe Kosten des Gesundheitswesens.dpa

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