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Deutschland beteiligt sich am größten Radioteleskop

Deutschland hilft bei der Entwicklung des weltgrößten Radiotelekops SKA (Square Kilometre Array), das in Afrika, Australien und Neuseeland entstehen soll. Es sei das zehnte Mitglied der Organisation zur Vorbereitung dieses Großprojekts, teilten die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und die SKA-Organisation mit. Mit dem System aus mehreren tausend Einzelteleskopen wollen die Forscher genauer als je zuvor die Entstehung der Sterne nach dem Urknall analysieren. Den deutschen Beitrag von einer Million Euro teilen sich das Bundesforschungsministerium und die MPG. Die mehr als 1,5 Milliarden Euro teure Anlage soll 50 Mal empfindlicher und 10 000 Mal schneller messen als die derzeit besten Radioteleskope. Der Bau soll 2016 beginnen. dpa

Alzheimers erster Fall: Genanalyse über 100 Jahre nach Tod

Mehr als 100 Jahre nach dem Tod der ersten Alzheimer-Patientin haben Forscher den Fall endgültig geklärt. Sie isolierten das Erbgut aus den Hirnschnitten der 1906 gestorbenen Patientin. Dabei fanden sie eine seltene Gen-Mutation, die zur Alzheimer-Krankheit führen kann. Die Ergebnisse wurden jetzt in „The Lancet Neurology“ veröffentlicht. Auguste D. war Patientin der Frankfurter Klinik, in der Alois Alzheimer arbeitete. Nach ihrem Tod entdeckte Alzheimer im Gehirn der Frau Ablagerungen, die er für die Krankheit verantwortlich machte. Auf molekularer Ebene konnte damals nicht analysiert werden – Genanalysen gab es noch nicht. dpa

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