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Mehlwurm-Menü hat Zukunft



Statt nur am Angelhaken könnten saftige Mehlwürmer künftig auch öfter auf den Esstischen der westlichen Welt zu finden sein. Als Eiweißquelle für den Menschen wären sie auf jeden Fall deutlich umweltfreundlicher als Milch und als Rinder-, Schweine- und Geflügelfleisch, berichten niederländische Insektenforscher. Die Anzucht der Würmer, eigentlich sind es Käferlarven, benötigt deutlich weniger Landfläche und produziert weniger Treibhausgase als die Zucht der üblichen Fleisch- und Milchtiere. Mit ihrer exakten Analyse lieferten die Forscher erstmals genaue Zahlen, die den Vergleich des Insekteneiweißes mit anderen Proteinquellen messbar machen. Dabei schnitten die Mehlwürmer am besten ab, belegt die Studie im Fachblatt „Plos One“. Doch während eiweißreiche Maden bei Naturvölkern und in Asien sehr beliebt sind, überwiegt in westlichen Industrienationen noch die Abneigung. Abgesehen von wenigen Spezialitätenrestaurants sind sie hierzulande vor allem als Fischköder oder Futter für Terrarientiere zu haben. „Da die Bevölkerung unseres Planeten weiter wächst und die Landmenge auf dieser Erde beschränkt ist, braucht es ein effizienteres und nachhaltigeres System der Lebensmittelproduktion“, berichtet Dennis Oonincx von der Universität Wageningen. „Jetzt wurde erstmals gezeigt, dass Mehlwürmer – und eventuell andere essbare Insekten – dieses Ziel erreichen helfen können.“ wsa

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