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Nobelpreisträgerin Levi-Montalcini starb mit 103 Jahren

Die Neurologin Rita Levi-Montalcini starb am 30. Dezember in Rom. Die Medizin-Nobelpreisträgerin von 1986 wurde 103 Jahre alt. Sie hatte entdeckt, welche Signale der Körper nutzt, um Zellen zum Wachsen zu bringen und Nervenzellnetzwerke zu formen. Noch zu ihrem 100. Geburtstag betonte sie, sie sei aufgrund ihrer Erfahrungen geistig fitter als mit 20 Jahren. An Erfahrungen mangelte es ihr nicht: Zunächst setzte sie sich gegen ihren Vater durch, der für sie eine Zukunft am Herd vorsah, studierte Medizin und graduierte 1936 summa cum laude. Kurz darauf durchkreuzten die Nazis die Pläne der jüdischen Forscherin. Sie richtete im winzigen Schlafzimmer ihrer Turiner Wohnung, später auf dem Land, ein provisorisches Labor ein, bis die Familie untertauchen musste. Nach dem Krieg wurde sie in die USA an die Washington University eingeladen und blieb dort bis zu ihrer Pensionierung 1977 Professorin. jas

Nach 50 Jahren wieder ein

Medikament gegen Tuberkulose

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat ein neues Medikament gegen Tuberkulose zugelassen. „Sirturo“ mit dem Wirkstoff Bedaquilin der Firma Janssen sei sicher und effektiv. Es soll vor allem Tuberkuloseerreger bekämpfen, die gegen andere Mittel resistent sind. „Ärzte ohne Grenzen“ nannte das Medikament „wegweisend“. Es sei die erste neue Waffe gegen Tbc seit 1963. In Deutschland ist Sirturo noch nicht zugelassen. dpa

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