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Sinn für Gerechtigkeit

ist nicht rein menschlich

Schimpansen haben einen Sinn für Fairness. Sie teilen Futter gerecht mit Artgenossen – zumindest, wenn sie sonst Einbußen fürchten müssen, berichten Forscher um Darby Proctor von der Georgia State Universität im Fachjournal „PNAS“. „Verhaltensökonomen gingen bisher davon aus, dass Tiere stets egoistisch handeln würden. Wir haben gezeigt, dass Schimpansen ähnliche Prioritäten setzen wie unsere eigene Spezies“, sagt Frans de Waal von der Emory Universität in Atlanta. Die Forscher ließen sechs Schimpansen in Zweier-Teams das „Ultimatum-Spiel“ spielen. Ein Schimpanse durfte zwischen zwei Spielsteinen wählen, den der zweite Affe beim Betreuer gegen Futter tauschen konnte. Ein Spielstein stand für eine gerechte Verteilung, der andere war eine egoistische Option, die dem Wählenden den Großteil des Futters sicherte. Allerdings durfte der zweite Schimpanse den Spielstein ablehnen. Dann gingen beide leer aus.

Im dem Spiel verhielten sich die Schimpansen ziemlich fair, sie entschieden sich häufiger für die gerechte Verteilung. Hatte der zweite Affe keine Möglichkeit der Zurückweisung, waren die Tiere in der Regel deutlich gieriger.dpa

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