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Bereits Urzeit-Haie waren

von Parasiten befallen

Parasiten in den Innereien von Wirbeltieren gab es offenbar schon viel früher als bisher belegt. In 270 Millionen Jahre alten versteinerten Exkrementen von Haien haben Paläontologen aus Brasilien eine Ansammlung von Bandwurmeiern ausfindig gemacht. In einem der winzigen Eier fanden die Forscher auch ein Entwicklungsstadium vor, das sie als Larve einstufen, berichten sie im Fachblatt „Plos One”. „Die Entdeckung zeigt, dass fossile Nachweise von Darmparasiten sehr viel älter sind als bislang bekannt“, schreiben Paula Dentzien-Dias von der Freien Universität Rio Grande und ihre Kollegen. Die Paläontologen hatten rund 500 fossile Kotspuren von Haien untersucht, die aus dem Süden des Landes stammen. 14 dieser „Koprolithen“ haben die Forscher sorgsam aufgeschnitten. Bei der Betrachtung der so entstandenen Dünnschnitt-Präparate stießen sie in einer der uralten Hinterlassenschaften auf eine Ansammlung von 93 auffällig ovalen Strukturen, die sie als Bandwurmeier interpretieren. wsa

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