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Lernen schädigt die Erbsubstanz



Äußere Einflüsse und bestimmte Stoffwechselprozesse können die Erbsubstanz DNS schädigen. Besonders gravierend sind Doppelstrangbrüche, bei denen die beiden umeinander gewundenen Molekülketten der DNS-Helix durchtrennt werden. Doch jetzt haben Forscher entdeckt, dass es in Hirnzellen von Mäusen vermehrt zu Doppelstrangbrüchen kommt, wenn Nervenzellen aktiv sind. In ihren Experimenten traten die DNS-Schäden vor allem in Hirnregionen auf, die an Lernprozessen beteiligt sind. Bei gesunden Tieren wurden die DNS-Brüche schnell repariert. Bei Alzheimer-Mäusen dagegen waren die Schäden größer und es dauerte länger, bis sie wieder behoben waren, berichten die Wissenschaftler im Fachjournal „Nature Neuroscience“. Den Zusammenhang zwischen Doppelstrangbrüchen und Altersdemenz aufzuklären, könnte für die Entwicklung einer Therapie hilfreich sein. „Wir hoffen besser zu verstehen, welche Bedeutung Doppelstrangbrüche für das Lernen und das Erinnern haben – und für die Zerstörung dieser wichtigen Hirnfunktionen bei der Alzheimer-Krankheit“, sagt Lennart Mucke von den Gladstone Institutes in San Francisco. wsa

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