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Kinder lernen Sprache kreativer

als bisher angenommen

Kinder lernen sprechen, indem sie Wörter frei miteinander kombinieren, und nicht nur, indem sie einfach nachplappern, was sie gehört haben. Das berichtet Charles Yang von der University of Pennsylvania im Fachblatt „PNAS“. Der Linguist verglich die Sprechweise von Zweijährigen mit einer sprachwissenschaftlichen Textsammlung. Dabei achtete er jeweils darauf, wie frei Substantive und verschiedene Artikel miteinander kombiniert wurden. Zudem analysierte er, wie Erwachsene mit Kindern reden. Resultat: Bei Kleinkindern wurden Wörter kreativer miteinander variiert als in den Texten oder in den Äußerungen der Erwachsenen. Dies widerspricht der Meinung, dass Kleinkinder Sprache durch Nachahmen lernen – so, wie Primaten sich die Zeichensprache abschauen. Um dies zu untermauern, analysierte er Videos des Schimpansen Nim Chimpsky, der rund 125 Zeichen der Gebärdensprache lernte. „Nims Zeichen waren eher nachgeahmt, als dass sie einer echten Grammatik folgten“, sagt Yang. dpa

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