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Umfrage: Schulen zögern beim Einsatz digitaler Medien



Rund zwei Drittel der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland setzt im Unterricht zumindest gelegentlich Computer oder Internet ein. Allerdings gibt nur ein Drittel an, häufig damit zu arbeiten; 12 Prozent der Lehrkräfte verzichten vollkommen auf den Computereinsatz. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Allensbach-Umfrage im Auftrag der Telekom-Stiftung unter bundesweit 507 Lehrkräften und 614 Schülern hervor. Insgesamt sind die Lehrer eher konservativ beim Medieneinsatz, die Mehrheit zeigt nur Filme oder Präsentationen für den Unterricht. Interaktive Angebote für Schüler, sich etwa Fachinhalte auf dem Computer zu erarbeiten, seien noch die Ausnahme, heißt es. Am weitesten ist der Einsatz digitaler Technik an Gymnasien verbreitet, so verfügen 65 Prozent über frei zugängliche PC-Arbeitsplätze für Schüler; an den Haupt- und Realschulen sind es nur 29 Prozent. Dabei wünschen sich Lehrkräfte und Schüler mehr Medieneinsatz, 62 beziehungsweise 73 Prozent finden, dass der Unterricht dadurch abwechslungsreicher wird. -ry

Aktionsrat Bildung und Rektoren: Studiengänge ohne Agenturen prüfen Hochschulen in Deutschland sollten nach den Vorstellungen des Aktionsrats Bildung die Qualität ihrer Lehre künftig selbst überprüfen. Die Studiengänge sollen so verbessert und die Universitäten mehr Eigenverantwortung erhalten, heißt es in einem am Dienstag bekannt gewordenen Gutachten des Aktionsrats. Nach der derzeitigen Regelung kontrollieren private Agenturen die Unis und stellen damit sicher, dass die Studiengänge den Standards entsprechen. Der Aktionsrat Bildung zweifelt daran, dass die kleinteilige und „bürokratische“ Untersuchung jedes einzelnen Studiengangs wirklich eine Verbesserung für die Unis bedeutet, zumal diese für die Agenturen zahlen müssen. Auch die Hochschulrektorenkonferenz setzt sich für die interne Qualitätsüberprüfung ein. Präsident Horst Hippler betonte die enormen Kosten des Systems. Die Überprüfung eines Studiengangs durch eine der Agenturen koste bis zu 20 000 Euro. Der Aktionsrat Bildung ist ein Expertengremium; finanziert wird er von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). dpa

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