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Hepatitis-B-Viren gab es bereits

zur Zeit der Dinosaurier



Hepatitis B, eine der häufigsten Virusinfektionen weltweit, ist mehr als 82 Millionen Jahre alt. Das berichten Forscher aus Münster im Fachblatt „Nature“, nachdem sie im Erbgut von Vögeln prähistorische Hepatitisviren nachweisen konnten. Sie schließen aus ihrem Fund, dass Hepatitis-B-Viren bei Säugetieren vermutlich beim Wirtswechsel vom Vogel zum Säuger entstanden sind. Viren selbst hinterlassen keine Fossilien, die Aufschluss über ihre Vergangenheit geben könnten. Die Gruppe suchte deshalb in Genomdatenbanken nach Überbleibseln paläoviraler Sequenzen in der Erbsubstanz von Wirtsorganismen wie Vögeln. „Ein sensationeller Fund war dabei ein nahezu vollständiges Virusgenom, das sich seit über 82 Millionen Jahren als molekulares Fossil erhalten hat“, berichten die Forscher. Diese Entdeckung stamme aus dem späten Mesozoikum, damals bevölkerten noch die Dinosaurier die Erde. dpa

Das Weltraumteleskop „Herschel“ geht außer Dienst

Knapp vier Jahre, nachdem es in den Weltraum gebracht wurde, ist die Forschungszeit des europäischen Weltraumteleskops „Herschel“ beendet. Um präzise Aufnahmen im Infrarotbereich zu machen, verfügt es über eine ausgeklügelte Kühltechnik. Seit Längerem war klar, dass das dafür nötige flüssige Helium demnächst zur Neige geht. Am Montag war es so weit. Alle Geräte zeigten einen Temperaturanstieg, teilt die Esa mit. Die Bilanz sei dennoch beeindruckend, Herschel hinterlasse eine Fülle von Daten, deren Auswertung noch Jahre dauern werde. nes

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