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Malariamücken werden besonders von Menschenduft angelockt



Moskitos, die mit dem Malariaerreger infiziert sind, finden den Duft von Menschen wesentlich attraktiver als nicht infizierte Stechmücken. Das berichtet ein internationales Forscherteam im Fachjournal „Plos One“. Der Malariaparasit Plasmodium falciparum verändere das Geruchssystem seiner Wirtsmücke derart, dass die Mücke den Menschenduft attraktiver findet und somit häufiger zur Duftquelle fliegt. Dadurch werde die Tropenkrankheit öfter weitergegeben, schreiben die Wissenschaftler um Renate Smallegange von der niederländischen Universität Wageningen.dpa

Dachsammern spüren heraufziehenden Sturm

Sperlingsvögel können spüren, wenn ein Sturm aufzieht – und zwar durch den abfallenden Luftdruck. Dachsammern treffen dann gezielt Vorbereitungen: Sie reagieren mit Fressen, berichten amerikanische Biologen. Die angefutterte Zusatzreserve erhöht ihre Überlebenschancen. „Wenn ein Sturm aufzieht und Schnee fällt, sinkt die Verfügbarkeit von Futter gen Null“, erläutert Creagh Breuner von der University of Montana. Viele Tiere haben daher Strategien entwickelt, drohendes Unwetter zu spüren und vorzubeugen. Sperlingsvögel offenbar, indem sie durch erhöhte Futteraufnahme ihre Reserven aufstocken. „Bei kaltem Wetter können sie ihre Fettreserven innerhalb von 24 Stunden verbrennen, weshalb selbst geringe Zunahmen der Fettmasse, bevor ein Sturm aufzieht, einen relevanten Unterschied ausmachen.“ wsa

„Pille danach“ bleibt rezeptpflichtig

Die „Pille danach“ wird weiterhin nicht frei verkäuflich in Apotheken erhältlich sein. Entsprechende Anträge von SPD und Linkspartei scheiterten im Gesundheitsausschuss an der Mehrheit der Regierungskoalition, teilte der Bundestag am Mittwoch in Berlin mit. Grundsätzlich sei eine ärztliche Beratung bei der Verwendung dieser Medikamente nötig, argumentierte die Union. Die Linke betonte, ihr Antrag folge Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Bündnis 90/Die Grünen hoben in ihrer Argumentation die niedrigen Abtreibungsraten in Deutschland hervor. Die „Pille danach“ könne dafür sorgen, dass dies so bleibe. Beklagt wird, dass der Zugang zu dem Medikament besonders in einigen Landstrichen mit vielen katholischen Krankenhäusern „extrem erschwert“ sei. Dies könne zu ungewollten Schwangerschaften und Abbrüchen führen.KNA

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