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Bessere Lithium-Ionen-Akkus durch Nanokäfige aus Metalloxiden

Langlebige Lithium-Ionen-Akkus mit hoher Ladekapazität brauchen besonders stabile Materialien für ihre Elektroden. Für die Anoden, also den Minus-Pol einer Batterie, entwickelte nun ein internationales Forscherteam winzige Nanokäfige aus Metalloxiden. Diese zeigten in ersten Modulen eine bis zu dreimal höhere Ladekapazität als die bisher oft verwendeten Anoden aus Grafit. Möglich wird das durch ein neues Fertigungsverfahren, bei dem winzige hohle Eisenoxidpartikel mit geringen Mangananteilen entstehen. Wegen ihrer großen Oberfläche sind sie besonders gut als Elektrodenmaterial für diese Akkus geeignet. Wie die Wissenschaftler aus Seoul und Berlin in „Science“ berichten, hielt dieses Material zudem der störenden Volumenänderung beim Ladevorgang sehr gut stand. wsa

Schaben werden zuckerscheu –

und meiden die üblichen Giftköder

Als Reaktion auf süße Giftköder haben Schaben mancherorts eine Abneigung gegen Traubenzucker entwickelt. Ursache dafür ist eine grundlegende Umstellung des Geschmackssinns, berichten amerikanische Insektenkundler in „Science“. Bei zuckerscheuen Schaben aktiviert Traubenzucker neuerdings jene Geschmackssinneszellen, die auf bittere Substanzen ansprechen. „Das führt dazu, dass diese Schaben als Reaktion auf Traubenzucker ihren Mund schließen und auf Abstand gehen“, sagt Coby Schal von der North Carolina State University. Der Schutz vor gesüßten Fraßködern sei jedoch auch mit Nachteilen verbunden. Denn immerhin schränke er das Nahrungsspektrum der Tiere erheblich ein und bremse so auch ihre Fortpflanzung. JKM

Weniger Gasthörer an den Unis, Geschichte ist beliebtestes Fach

Die Zahl der Gasthörer an deutschen Hochschulen ist weiter gesunken. Im Wintersemester nahmen 33 600 Interessierte an Lehrveranstaltungen teil, das waren drei Prozent weniger im Vergleich zum vorherigen Wintersemester, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Der Rückgang entspricht dem Trend: In den vergangenen zehn Jahren verringerte sich die Zahl der Gasthörer um 18 Prozent. Geschichte war mit 4900 Gaststudenten das beliebteste Fach, auf Rang zwei und drei folgten Philosophie und Wirtschaftswissenschaften mit je 3000 Gaststudierenden. Gasthörer an Unis sind vor allem ältere Menschen. Der Anteil der Generation 60 plus lag im Wintersemester 2012/2013 bei 51 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es 43 Prozent. Der Anteil der Gasthörer an allen immatrikulierten Studierenden beträgt nur gut ein Prozent. Das Durchschnittsalter aller Studierenden lag im Wintersemester 2011/2012 bei 25,2 Jahren. Lediglich 0,2 Prozent oder 3 700 immatrikulierte Studierende waren 60 Jahre alt und älter. dpa

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