NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

„Tarnmantel“ versteckt

Ereignisse in der Zeit



Ein neuartiger Mechanismus kann Ereignisse in der Zeit verstecken und soll so abhörsichere Kommunikation ermöglichen. Forscher um Andrew Weiner von der Purdue-Universität in West Lafayette stellen ihre Methode im Fachblatt „Nature“ vor. Ihnen ist es demnach gelungen, knapp die Hälfte eines Datenstroms bei typischen Telekommunikationsdatenraten unsichtbar zu machen. Die Forscher nutzen die Dualität von Zeit und Raum, nach der sich elektromagnetische Wellen wie beispielsweise Licht grundsätzlich auf dieselbe Weise durch die Zeit bewegen wie durch den Raum. Das ermöglicht die Konstruktion von Zeit-Linsen, die das Licht in der Zeit ähnlich brechen wie eine optische Linse im Raum. Dem Team gelang es, bei einer Datenrate von 12,7 Gigabit pro Sekunde 46 Prozent der Zeitachse zu tarnen. dpa

Ausgestorben geglaubter Hula-Frosch wiederentdeckt

Der für ausgestorben erklärte Hula-Frosch ist nach fast 60 Jahren wieder in Israel aufgetaucht. Das Tier sei zudem eine biologische Sensation, weil es sich als ein echtes lebendes Fossil herausstellte, das keine direkten Verwandten unter den heute lebenden Fröschen besitzt, teilte die TU Braunschweig am Mittwoch mit. Sie war an der Wiederentdeckung beteiligt. Ein Team von israelischen, französischen und deutschen Forschern berichtet in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ über den erstaunlichen Fund. Diese Frösche waren erst in den frühen 1940er Jahren im Hula-Tal im Norden des Landes entdeckt worden. Allerdings wurde die Region intensiv durch die Landwirtschaft genutzt. 1955 war letztmals ein Hula-Frosch beobachtet worden. Nach der Revitalisierung von Teilen des Gebiets wurden nun in einem wiederbewässerten Schutzgebiet Hula-Frösche erneut gesichtet. „Das zeigt, dass sich Naturschutz selbst in scheinbar hoffnungslosen Fällen auszahlen kann“, sagt der TU-Biologe Miguel Vences. dpa

Kleinste Sterne sind nur rund zehnmal so groß wie die Erde

Die kleinsten Sterne haben einen Durchmesser von 121 200 Kilometern. Das entspricht neun Prozent des Durchmessers unserer Sonne beziehungsweise rund dem Zehnfachen des Erddurchmessers. Die stellaren Winzlinge haben eine Oberflächentemperatur von 1700 Grad Celsius. Zum Vergleich: Die Sonne ist an ihrer Oberfläche 5500 Grad Celsius heiß. Aufgrund ihrer geringen Größe und Temperatur leuchten die kleinsten Zwergsterne hunderttausendmal schwächer als unsere Sonne. Das sind die Ergebnisse eines seit 14 Jahren laufenden Beobachtungsprojekts zur Untersuchung kleiner Sterne in der Umgebung des Sonnensystems, die jetzt auf der Tagung der American Astronomical Society in Indianapolis vorgestellt wurden. kay

Wildtiere in Berlin – bitte melden

In der Stadt gibt es viele Wildtiere. Um herauszufinden, wie sie dorthin kommen, wo und wie sie leben, startet das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) ein Projekt für „Bürgerforscher“. Es ruft alle Berliner auf, Sichtungen von Igeln und Wildschweinen zu melden. Dafür stehen zwei Portale im Internet zur Verfügung. Um genaue Daten zur Verbreitung vor allem von Wildschweinen in der Stadt zu erheben, ist jede Nachricht über eine Tierbeobachtung wertvoll. Tsp

Weitere Informationen und

Meldemöglichkeiten unter www.izw-berlin.de

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