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Der Urvogel Archaeopteryx

trug ein gemustertes Federkleid

Die Federn des Urvogels Archaeopteryx waren lebhaft gefärbt und gemustert. Das ergab eine chemische Analyse von Federn und Federabdrücken der 150 Millionen Jahre alten Fossilien, an der Daniela Schwarz-Wings vom Museum für Naturkunde Berlin beteiligt war. Das Team um Phillip Manning von der Universität Manchester konnte mithilfe einer speziellen Röntgentechnik die Verteilung von Melanosom-Resten – den Farbtöpfen der Natur – nachweisen. Statt auf eine einheitliche Färbung deuten sie auf helle Farben in der Federmitte sowie dunklere Ränder und Spitzen hin, schreiben die Forscher im „Journal of Analytical Atomic Spectrometry“. Exakte Angaben zu den Farben machten sie nicht. „Die Farbgebung muss eine visuelle Rolle gespielt haben“, sagt Schwarz-Wings. Bei den heutigen Vögeln dient sie der Balz, der Tarnung und dem Territorialverhalten. Tsp/dpa

Das Ozonloch

über der Antarktis schließt sich

Der weltweite Ausstieg aus der Produktion von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) hat anscheinend die erhoffte Wirkung: „Das Ozonloch schließt sich“, teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven mit. Bereits im dritten Jahr in Folge seien 2012 die Ozonwerte über der deutschen Antarktis-Forschungsstation „Neumayer III“ besser geworden. „Wir können zum ersten Mal davon sprechen, dass unsere Daten eine Umkehr im Ozontrend abbilden. Die Ozonschicht erholt sich“, sagte Gert König-Langlo, Leiter des Meteorologischen Observatoriums an der Station. Nachdem 2002 schon einmal „voreilig das Ende des Ozonlochs vorhergesagt wurde“, sei man nun sehr vorsichtig bei der Interpretation der Daten gewesen. Doch die Messergebnisse von 2012 „haben uns überzeugt“, sagte König-Langlo. Im Negativrekordjahr 2006 sei das Ozonloch über 27 Millionen Quadratkilometer groß gewesen. Im vergangenen Jahr waren es nur noch rund 18 Millionen – eine Fläche, die immer noch 50 Mal so groß ist wie Deutschland.stg

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