NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Astronomen messen unerklärliche Radiopulse aus dem All

Astronomen stehen vor einem Rätsel. Mit einem Radioteleskop haben sie vier extrem kurze Signale aufgezeichnet, die anscheinend aus den Tiefen des Alls stammten, schreiben Dan Thornton und Kollegen im Fachblatt „Science“. Die Pulse kommen aus verschiedenen Richtungen. Da sie mit ihrem Teleskop nur einen kleinen Himmelsausschnitt beobachten konnten, schätzen die Forscher, dass am gesamten Himmel jeden Tag rund 10 000 solcher Radiopulse erscheinen müssten. Sie treten nur einzeln auf und zeigen keinerlei Muster. Ihr Ursprung ist unklar. Messungen mit anderen Teleskopen konnten keine Begleitstrahlung im Röntgen- oder Gammabereich feststellen. Die Astronomen vermuten allerdings, dass Supernova-Explosionen, schwarze Löcher oder Kollisionen von Neutronensternen eine Rolle spielen könnten. wsa

Wissenschaftler entdecken Resistenz gegen Cholera

Einige Menschen in Bangladesch sind resistent gegen Cholera. Forscher um Elinor Karlsson entdeckten nun dafür verantwortliche Erbgutregionen, berichten sie in „Science Translational Medicine“. Sie hatten das Erbgut von 42 Familien in Bangladesch untersucht. Die Resistenz sei in der Evolution ein Vorteil für die Bevölkerungsgruppen gewesen, die entlang des Gangesdeltas lebten, schreibt das Team. Dort liege das historische geografische Zentrum der Krankheit und die Menschen seien über Jahrtausende von der Cholera bedroht worden. Daher hätten sich dort die Resistenzgene durchgesetzt. Die Arbeit könne helfen, die Krankheit besser zu verstehen, heißt es weiter. Die Forscher hoffen, dass die Erkenntnisse auch die Impfstoffentwicklung und die Therapie vorantreiben. dpa

Labor für Weltraummedizin wird

in Köln eröffnet

Am heutigen Freitag wird in Köln eine einzigartige Medizinanlage eingeweiht. In dem 30 Millionen Euro teuren „Envihab“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt können unter anderem Isolationsbedingungen von Langzeitmissionen simuliert werden. Zudem gibt es eine Zentrifuge, die Menschen der sechsfachen Erdbeschleunigung aussetzt. Mit einem Roboterarm sind während der Beschleunigungsfahrt Ultraschallaufnahmen der Testperson möglich. AFP

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