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Masern verursachen öfter

tödliche Spätfolgen als angenommen

Nicht eines von 100 000 an Masern erkrankten Kindern, sondern eines von 3300 erleidet Jahre nach einer überstandenen Infektion eine Entzündung des Gehirns. Diese sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) verläuft immer tödlich. Wie Forscher um Benedikt Weißbrich von der Uni Würzburg im Fachblatt „Plos One“ schreiben, gilt der Wert für Kinder unter fünf Jahren. Für die Kleinsten im ersten Lebensjahr, die noch nicht geimpft werden können, sei das Risiko wahrscheinlich deutlich höher. SSPE führt zu einem schleichenden Verlust aller geistigen Fähigkeiten und endet in einer Art Wachkoma. Es gibt keine Therapie. Zwischen 2003 und 2009 wurden in Deutschland 31 SSPE-Fälle erfasst. Alle waren jünger als fünf Jahre, als sie die Masern hatten. Im selben Zeitraum wurden 42 600 Maserninfektionen gemeldet. AFP

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