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Bislang größter Orientalistentag

an der Universität Münster

Über die arabischen Revolutionen wollen Islamwissenschaftler beim 32. Deutschen Orientalistentag an der Universität Münster diskutieren. Das Treffen vom 23. bis 27. September sei mit 900 Vorträgen und 80 Panels, an denen mehr als 1000 Orientforscher aus aller Welt teilnehmen, der bislang größte Orientalistentag, heißt es. Die jüngsten Revolutionen stellten Islamwissenschaftler vor neue Herausforderungen, erklärte Jörn Thielmann, Forscher am Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa und Mitorganisator des Kongresses. „Gängige wissenschaftliche Kriterien“ seien kaum anwendbar, wenn sich jede Minute und jede Stunde die Ereignisse so verändern könnten, dass vorherige Bewertungen überholt sind. Allgemein gelte aber, dass die Menschen im Nahen Osten reif seien für ein freiheitliches System und sich politisch beteiligten wollten – auch die Anhänger eines religiösen Staates. Andere Themen des Orientalistentages sind die Politik Irans, islamische Umweltbewegungen oder Chinesen in multinationalen Unternehmen. -ry

Neue Forscher-Initiative für Pompeji

Europäische Forschungsinstitutionen wollen gemeinsam die bedrohten archäologischen Ausgrabungen in Pompeji retten. Federführend bei dem Projekt für eine nachhaltige Konservierung der antiken Stadt, das Pompeii Sustainable Preservation Project, sind das Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Stuttgart und der Lehrstuhl für Restaurierung der Technischen Universität München. Beteiligt sind unter anderem die Unis in Pisa und Oxford sowie das Deutsche Archäologische Institut in Rom. Ziel des Gemeinschaftsprojekts ist es, neben der Restaurierung der antiken Bauten, Konservatoren und Nachwuchswissenschaftler auszubilden und neue Methoden und Materialien zu entwickeln, erklärte Klaus Sedlbauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts. Ab dem Sommer 2014 sollen die geplanten Maßnahmen in zehn Jahren zehn Millionen Euro kosten. Die Finanzierung ist noch nicht gesichert, das Konsortium sucht Sponsoren. -ry

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