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Merkel will Kooperation von Bund und Ländern auch bei Schulen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert erstmals, das Kooperationsverbot von Bund und Ländern in der Schulpolitik aufzuheben. Die Ganztagsbetreuung müsse „in den nächsten Jahren erheblich ausgeweitet werden“, sagte sie der „Mittelbayerischen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe): „Voraussetzung dafür ist aber, dass sich die Länder auf eine gemeinsame Position einigen“, sagte Merkel. Die unionsregierten Länder Hessen, Sachsen und Bayern sowie das grün-rot regierte Baden-Württemberg lehnen Bundeskompetenzen im Schulwesen wie sie die Opposition im Bundestag fordert ab. Auch die Bundesregierung hat mehr Bundeskompetenzen für die Schule bislang abgelehnt. Merkel sagte nun, sie wisse, „dass sich die Menschen nicht für Zuständigkeiten interessieren, sondern einfach von der Politik erwarten, dass sie für gute Kindergärten, Schulen, Ausbildungsplätze und Hochschulen sorgt“. akü

Zahl promovierter Frauen steigt

Die Zahl der Frauen mit Promotion ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Darauf weist das Bundesministerium für Bildung und Forschung hin und beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Bei den unter 45-Jährigen mit Doktortitel liege der Frauenanteil bei 41 Prozent. Bei den über 55-Jährigen mit Doktortitel seien es nur 22 Prozent. Auch in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik steigt die Zahl der promovierten Frauen demnach. Über alle Altersstufen hinweg liegt ihr Anteil bei 22 Prozent, doch in der Gruppe der unter 45-Jährigen bei 27 Prozent. dpa

Umstrittene Büchergelderhöhung für Begabte greift ab September

Die Stipendiaten der dreizehn vom Bund geförderten Begabtenförderwerke erhalten ab September monatlich 300 Euro Büchergeld. Die Bundesregierung hatte das Büchergeld schon 2011 von 80 auf 150 Euro angehoben. Die angestrebte Erhöhung auf 300 Euro war zunächst nicht zu finanzieren. Mehr als 4000 der etwa 25 400 geförderten Studierenden kritisierten das in einer Petition mit Blick auf die privilegierte Herkunft der meisten Stipendiaten als unsozial. Auf der Webseite www.stipendienspenden.de wurden nach Angaben der Initiatoren inzwischen 32 000 Euro Spenden von Stipendiaten für soziale Bildungsprojekte gesammelt. akü

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