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Auch Wanka offen für Bundeshilfe bei Ganztagsbetreuung

Auch Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) zeigt sich offen für Bundeshilfen beim Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen. „Es wäre völlig unlogisch, wenn die Ganztagsbetreuung mit der Einschulung plötzlich abbricht“, sagte Wanka der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag). Wanka sagte, sie sei bereit, über einen Beitrag des Bundes zu sprechen. Die Ausweitung der Kinderbetreuung nach der Einschulung sei aber keine Sache, die der Bund „einfach mal verordnen kann“. Das sei ein Thema für die Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin. dpa

Berliner Kolleg zu Theaterkulturen kann weiterforschen

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) will das Internationale Forschungskolleg „Verflechtungen von Theaterkulturen“ an der FU Berlin für weitere sechs Jahre fördern. Das habe das BMBF jetzt mitgeteilt, erklärte Erika Fischer-Lichte, eine der Leiterinnen des Kollegs, am Dienstag. Als eines der ersten Käte-Hamburger-Kollegs im Rahmen der BMBF-Initiative „Freiraum für die Geisteswissenschaften“ wurde das Berliner Projekt 2008 gegründet und seitdem mit knapp neun Millionen Euro gefördert. Die Ausgangshypothese, dass es bei der Verflechtung von Theaterkulturen nicht zu deren Homogenisierung komme, habe sich bestätigt, heißt es. Vielmehr entstünden „neue Diversitäten“. Seine kulturvergleichenden Studien will das Berliner Team gemeinsam mit Gastwissenschaftlern – bisher kamen mehr als 60 Fellows aus 20 Ländern – in den kommenden sechs Jahren vertiefen. -ry

König Richard III. litt

unter einer Spulwurm-Infektion

Seine königlichen Privilegien schützten Richard III., der England von 1483 bis 1485 regierte, nicht vor einer Spulwurm-Infektion. Als die Überreste des umstrittenen Königs im September 2012 in der Kirche von Grey Friars in Leicester ausgegraben wurden, nahmen die Archäologen unter anderem Bodenproben im Beckenbereich des Skeletts, aus dem Schädel und neben der Fundstelle. Piers Mitchell von der Universität Cambridge und seine Kollegen analysierten sie unter einem speziellen Mikroskop und fanden ausschließlich bei den Proben aus dem Becken Spulwurm-Eier. Das deute auf eine Infektion zu Lebzeiten hin, schreiben sie im Fachjournal „Lancet“. Bandwürmer dagegen konnten sie nicht entdecken – offenbar wurden dem König Fisch und Fleisch nur wirklich gar gekocht vorgesetzt. Diese Vorsicht konnte ihn trotzdem nicht gänzlich vor damals allgegenwärtigen Darmparasiten bewahren. Spulwürmer werden zum Beispiel übertragen, wenn ein Koch sich nach dem Toilettengang nicht die Hände wäscht. jas

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