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Privatschulen fordern mehr Staatsgeld

Die Schulen in privater Trägerschaft fordern mehr Unterstützung vom Staat. Viele Träger seien „unterfinanziert“, derzeit würden nur 65 bis 70 Prozent der tatsächlichen Kosten durch Staatszuschüsse gedeckt, sagte Petra Witt, die Präsidentin des Verbandes Deutscher Privatschulverbände, am Donnerstag. Vor allem in Ostdeutschland sei eine „Trendwende“ zu beobachten: Die Länder würden versuchen, Zuschüsse zu kürzen und Gründungen durch bürokratische Hürden zu hemmen. Eine Erhöhung der Schulgelder (laut Witt derzeit im Schnitt 120 bis 170 Euro pro Monat) lehnt der Verband ab. Durch das „Sonderungsverbot“ im Grundgesetz sind die Sätze ohnehin gedeckelt: Es verbietet im Grundsatz, bestimmte Schüler aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse durch die Höhe des Schulgelds vom Schulbesuch auszuschließen. Laut Privatschulverband gab es 2011/12 in Deutschland 5467 Privatschulen, 3396 davon allgemeinbildend. Die Schülerzahl an allgemeinbildenden Privatschulen steigt nur noch langsam: 2011/12 lag sie bei knapp 726 000, ein Plus von 6000 im Vergleich zum Vorjahr. Das entspricht einem Anteil von 8,4 Prozent aller Schüler. tiw

IHK Berlin will mehr MINT-Studienplätze an den Unis

Die Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK) sieht in den Entwürfen für die Hochschulverträge „ein erfreuliches Signal für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“. Entgegen der Sparzwänge, denen der Berliner Landeshaushalt unterliegt, sei die Hochschulfinanzierung für die kommenden vier Jahre gesichert, erklärte IHK-Geschäftsführerin Marion Haß. Sie betonte gleichzeitig, dass die Hochschulverträge einen Finanzrahmen sichern müssten, „der die Leistungsfähigkeit der Hochschulen garantiert“. Der Präsident der TU, Jörg Steinbach, hatte wie berichtet am Mittwoch im Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses wegen der Kostensteigerungen vor einer „Deckungslücke“ gewarnt. Den drei großen Unis würden in den kommenden vier Jahren insgesamt rund 55 Millionen Euro fehlen. Die IHK wünscht sich, dass der Senat den Hochschulen „stärkere monetäre Anreize“ setzt, Studienangebote in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu schaffen. -ry

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