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Maya zerstückelten ihre Feinde

Bonner Wissenschaftler entdeckten in der Maya-Stadt Uxul in Mexiko ein Massengrab mit Knochen, deren Spuren auf einen gewaltsamen Tod der Menschen hindeuten, wie die Universität Bonn mitteilte. Die Opfer seien vor 1400 Jahren enthauptet und zerstückelt worden. Die Wissenschaftler nehmen an, dass es sich bei den Opfern entweder um Kriegsgefangene oder aber um Adlige aus Uxul selbst handelt. Die Knochen lagen in einer künstlichen Höhle, die als Wasserspeicher genutzt wurde. Insgesamt wurden Skelette von 24 Menschen freigelegt. Sämtliche Schädel lagen ohne Verbindung zum Rest der Körper in der Höhle verstreut, selbst der Großteil der Unterkiefer war von den Köpfen getrennt worden. Beilspuren an Nackenwirbeln werteten die Forscher als Hinweis auf Enthauptungen. Das Massengrab beweise, dass die in der Maya-Kunst häufig dargestellte Zerstückelung von Kriegsgefangenen und Gegnern tatsächlich praktiziert wurde, erklärte der Altamerikanist Nikolai Grube. AFP

Riesige Mosasaurier schwammen

wie Haie im Urzeit-Ozean

Bis zu 17 Meter lang und kräftiger Kiefer: Mit messerscharfen Brechzähnen machten sich riesige Mosasaurier vor 98 bis 66 Millionen Jahren auf die Jagd nach Beute im Meer. Lange Zeit gingen Forscher davon aus, dass diese Reptilien eher langsame Schwimmer und nur zu kurzen Sprints fähig waren. Eine falsche Annahme, wie ein Team um Johan Lindgren von der schwedischen Universität Lund anhand eines Fossils nachweisen konnte. Die Schwanzflosse und damit auch die Fortbewegung der Giganten glich wohl eher der von Haien, wie die Forscher im Fachblatt „Nature Communications“ berichten. Heimisch waren die Saurier im Urzeit-Ozean Neotethys, dessen Ränder das heutige Asien, Europa, Afrika und Australien berührten. Bisher war man von einem spitzen Ende des mit bis zu 100 Wirbeln bestückten Schwanzes angegangen. 2008 wurde im zentralen Jordanien jedoch ein kaum anderthalb Meter großes Fossil eines Jungtieres gefunden. Neben den hervorragend erhaltenen Knochen konnten die Paläontologen auch die Umrisse der verschiedenen Flossen freilegen. „Durch diesen einmaligen Fund konnte die Lehrmeinung widerlegt werden“, schreiben die Wissenschaftler. dpa

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