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Charité und Harvard kooperieren

Forscher der Charité und der Universität Harvard wollen gemeinsam neue Biomaterialien entwickeln und testen. Das Julius-Wolff-Institut der Charité und das Wyss-Institut für biologisch inspirierte Ingenieurswissenschaft der Uni Harvard unterzeichneten einen Kooperationsvertrag. Ziel ist es, Forschungsergebnisse aus der Zell- und Gewebetechnologie schneller in die Klinik und damit zum Patienten zu bringen. Die Forscher aus Boston interessiert die klinische Expertise an der Charité, zum Beispiel am Zentrum für Muskoskeletale Forschung. Georg Duda, Direktor des Julius-Wolff-Instituts, wird Fakultätsmitglied am Wyss-Institut. Auch anderen Berlinern sollen Forschungsaufenthalte in Boston ermöglicht werden. Der Kontakt kam über den Harvard-Bioingenieur David Mooney zustande, der vor drei Jahren „Einstein Visiting Fellow“ in Berlin war. Tsp

Bluttest unterscheidet Infektionen

Viren und Bakterien können Atemwegsinfektionen mit ähnlichen Symptomen verursachen, werden aber unterschiedlich behandelt. Amerikanische Wissenschaftler um Geoffrey Ginsburg von der Duke- Universität in Durham haben deshalb einen Bluttest entwickelt, der die Infektionen unterscheiden kann – auch wenn es um neue Erreger geht. Sie maßen die Aktivität von etwa 30 Genen der weißen Blutkörperchen. Bei mehr als 100 Patienten konnten sie so innerhalb von zwölf Stunden und mit hoher Zuverlässigkeit sagen, ob ein Virus die Symptome auslöste. Bestätigt sich das in großen Studien, könnte der Test dazu beitragen, die unnötige Verordnung von Antibiotika zu verhindern, schreiben die Forscher im Fachblatt „Science Translational Medicine“. wsa

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