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Bakterium misst Fieber



Fieber kann unerwartete Nebenwirkungen zeitigen, haben englische Forscher entdeckt. Bakterien der Art Neisseria meningitidis, besser bekannt als Meningokokken, besitzen demnach gleich mehrere molekulare Thermometer. Ein Anstieg der Umgebungstemperatur versetzt sie in einen wehrhaften Zustand, in dem sie dem Körper erst recht gefährlich werden können. „Fieber stellt für Meningokokken ein Warnsignal dar“, folgern die Mikrobiologen um Edmund Loh und Christoph Tang von der Universität Oxford. Als Reaktion produzierten die Bakterien vermehrt Proteine, die sie vor einem Angriff des Immunsystems schützten. Diese Anpassung könnte erklären, warum es im Zuge von Grippewellen oft auch zu mehr Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen durch Meningokokken komme, schreiben die Forscher im Magazin „Nature“. JKM

Sternengedrängel in Rekord-Galaxie

In der 54 Millionen Lichtjahre entfernten Zwerggalaxie M60-UCD1 stehen die Sterne enger beieinander als in jedem anderen bekanntem Sternsystem. Das zeigen Beobachtungen von US-Astronomen. Demnach ist die Sternendichte in der kleinen Galaxie etwa 15 000 Mal größer als in der Umgebung unseres Sonnensystems. Die Forscher vermuten, dass M60-UCD1 ursprüngliche eine große Galaxie war, der bei einer engen Begegnung mit einem anderen Sternsystem die äußeren Sterne entrissen worden sind. Somit sei nur der dichte Kern der Galaxie zurückgeblieben, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Astrophysical Journal Letters“. „Die Reise von einem Stern zum anderen wäre in M60-UCD1 sehr viel einfacher als in unserer Galaxie“, sagt Jay Strader von der University of Michigan. kay

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