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Erster Computer rechnet

mit Nanoröhrchen-Transistoren

Wissenschaftlern um Subhasish Mitra von der Universität Stanford ist es gelungen, mit 178 Nanoröhrchen-Transistoren einen ersten Computer zu fertigen, berichten sie im Fachblatt „Nature“. „Man kann also mit Nanotechnologie Systeme bauen, die über die traditionelle Silizium-Technologie hinausgehen“, sagt Mitra. Mit einer langsamen Taktung von einem Kilohertz konnte der Computer digitale Daten nach Wunsch verarbeiten. Möglich wurde der Schritt hin zu leistungsfähigen Kohlenstoff-Prozessoren durch ein geschicktes Design der wenige Mikrometer kleinen Schaltkreise. Die Leistung erinnert zwar noch an die Anfänge der Silizium-Ära in den 1950er Jahren. Doch Prozessoren aus Nanoröhrchen-Transistoren haben das Potenzial, weniger Strom zu verbrauchen und weniger Wärme zu entwickeln.

„Dieses System ist ein funktionierender universeller Computer und somit ein großer Fortschritt auf dem Feld neuer elektronischer Materialien“, kommentiert Franz Kreupl von der Technischen Universität München. Allerdings misst der kleinste der Nanoröhrchen-Transistoren noch etwa acht Millionstel Meter und ist damit um ein Vielfaches größer als derzeitige Silizium-Transistoren. Kreupl rechnet damit, dass die Nanoröhrchen-Schaltkreise schrumpfen. „Wenn die Forschung weiter auf diesen Nanoröhrchen-Computer fokussiert wird, könnten wir bald auf einem tippen.“ wsa

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