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Warmzeiten ließen Säugetiere schrumpfen

Steigt die Temperatur, werden Säugetiere kleiner. Dieser Effekt ist für das Thermische Maximum des Paläozäns vor 55 Millionen Jahren gut belegt. Wie US-Paläontologen um Philip Gingerich jetzt berichten, konnten sie das Schrumpfen auch für eine weitere Warmphase vor 53 Millionen Jahren nachvollziehen. Sie hatten Fossilien von Huftieren und Primaten analysiert, die in Wyoming gefunden worden waren. Die Körpergröße ging beispielsweise bei den hundegroßen Hyracotherium-Urpferden um 30 beziehungsweise 19 Prozent zurück. Der Zwergenwuchs war umso ausgeprägter, je höher die Temperatur stieg, berichtet das Team. Und dass die Tiere während der folgenden Klimaabkühlung wieder zu alter Größe zurückkehrten. Auf den gegenwärtigen Klimawandel lässt sich das kaum übertragen. Der dauert bislang nur wenige Jahrzehnte, die urzeitlichen Warmphasen mindestens 100 000 Jahre – genug Zeit für evolutionäre Anpassungen. nes

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