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Grüne wollen mehrere hundert Stasi-Promotionen prüfen lassen

Mehr als 400 Doktorarbeiten früherer Stasi-Funktionäre sollen nach dem Willen der brandenburgischen Grünen-Fraktion auf den Prüfstand. Die juristischen Dissertationen an der Ex-Stasi-Hochschule in Potsdam-Golm genügten „in keinster Weise“ wissenschaftlichen und moralischen Ansprüchen, sagte Grünen-Fraktionschef Axel Vogel der dpa. Ein Großteil sei in Teamarbeit entstanden, zudem hätten einige Arbeiten nur wenige Seiten umfasst. „Das entspricht vielleicht Abiturniveau, berechtigt aber nicht zum Tragen eines Doktortitels.“ Im Prinzip müssten die Titel aberkannt werden, sagte Vogel. Die Stasi-Unterlagen-Behörde begrüßte den Vorstoß, verwies aber zugleich auf den Einigungsvertrag von 1990. Danach dürfen Doktortitel aus der DDR-Zeit nicht nachträglich aberkannt werden. Absolventen der Hochschule ist im vereinigten Deutschland allerdings untersagt, einen staatlich anerkannten juristischen Beruf auszuüben. dpa

Fast die Hälfte der Deutschen

kennt Impfstatus nicht

Fast jeder zweite Deutsche kennt seinen aktuellen Impfstatus nicht. 43 Prozent der Bürger wissen nicht, gegen welche Krankheiten sie geschützt sind, wie eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach ergab. Nur gut die Hälfte der Bürger achtet der Umfrage zufolge auf eine regelmäßige Auffrischung. Am häufigsten wird noch auf die Erneuerung von Tetanusimpfungen (47 Prozent) geachtet, mit deutlichem Abstand gefolgt von den Grippeimpfungen (23 Prozent) und den Impfungen gegen Diphtherie (20 Prozent). Die Mehrheit der Eltern mit Kindern unter 20 Jahren hat die Impfempfehlungen für ihren Nachwuchs ernst genommen. 74 Prozent von ihnen ließen demnach die Kinder im Babyalter gegen alles impfen, was zu dem Zeitpunkt empfohlen wurde. 16 Prozent ließen einige Impfungen aus, nur 0,4 Prozent haben alle Impfungen ausgelassen. dpa

Finanzierung freier Schulen in Sachsen ist verfassungswidrig

Im Streit um die gekürzte Finanzierung freier Schulen in Sachsen hat der sächsische Verfassungsgerichtshof mehrere Regelungen für verfassungswidrig erklärt. Die 2010 von der Regierung beschlossenen Einschnitte würden gegen das Gleichbehandlungsgebot und die Privatschulfreiheit verstoßen, urteilten die Richter. Dies gelte vor allem für die Regelungen zur vierjährigen Wartezeit bis zum Einsetzen der öffentlichen Förderung, zum Schulgeldersatz und zu den Mindestschülerzahlen. Geklagt hatten die Opposition aus Linken, SPD und Grünen. In einem transparenten Verfahren müsse der Gesetzgeber nun einschätzen, welche Leistungen mindestens erforderlich sind.epd

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